Richtiges Frühstück verbessert die Konzentration im Büro

Richtiges Frühstück verbessert die Konzentration im Büro

Länger schlafen und dafür aufs Frühstück verzichten lohnt sich nicht. Die erste Mahlzeit am Tag, kann sich auf den ganzen Tag und die Arbeit positiv auswirken.

Typisches Frühstück

© dpa

Nachdem der Körper in der Nacht Energie eingebüßt hat, bringen Milchprodukte, Getreide und Saft den nötigen Anschub am Morgen.

Berufstätige sollten morgens besonders auf ihre Ernährung achten. Je nach Beschäftigung kann eine leichte, eiweißhaltige oder ein energiereiche, reichhaltigere Mahlzeit für einen optimalen Start in den Tag sorgen.

Der Körper arbeitet auch nachts

Nehmen sich Berufstätige die Zeit, am Morgen in Ruhe zu frühstücken, sind sie am Arbeitsplatz konzentrierter. «Nach der Nacht sind die Akkus des Körpers leer», sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik. Auch im Schlaf verbrennt der Körper Energie - für den Herzschlag, und um die Körpertemperatur konstant zu halten.
«Nachts finden im Körper viele Reparaturprozesse statt, deshalb ist morgens der Aminosäurespiegel im Keller», ergänzt Fabian Krapf vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG).

Wie sieht ein gutes Frühstück aus?

Nach dem Aufwachen brauche der Körper deshalb neue Energie. Wer sich am Morgen keine Zeit zum Frühstücken nimmt, sei eher müde und komme mit der Arbeit langsamer voran. Ein gutes Frühstück für den Arbeitstag sollte vor allem eiweiß- und kohlenhydrathaltig sein.
Der Tag sollte deshalb immer mit einem belegten Vollkornbrot oder einem Müsli beginnen. «Dazu kann Tee, Kaffee oder Wasser getrunken werden», so Morlo. Vollkornbrot oder Müsli mit Milch bringen Arbeitnehmer also sicher bis zur Mittagspause. «Das liefert konstant und über einen längeren Zeitraum Energie», erklärt Krapf.

Süßes Frühstück stärkt nicht bis zur Mittagspause

Ein süßes Frühstück dagegen gibt zwar kurzfristig einen Energieschub, führt mittelfristig aber zu Heißhungerattacken oder im schlimmsten Fall in den Unterzucker. Und frühstückt man zu fettig, klassisch englisch mit Ei und Würstchen etwa, ist der Körper den halben Tag mit Verdauung beschäftigt - damit fehlt die Energie zum Arbeiten.

Spätestens im Büro frühstücken

Muss es einmal schnell gehen, sollten Arbeitnehmer zumindest ein Glas Saft oder ein Glas Milch zu Hause trinken. Mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sei das jedoch nicht. Spätestens im Büro sollte dann etwas gegessen werden.

Nicht zu fetthaltig frühstücken

Wichtig sei es aber auch, nicht zu fett zu essen. Denn sonst ist der Körper so stark mit der Verdauung beschäftigt, dass sich das negativ auf die Konzentration auswirkt. Auf viel Streichfett oder viel fettreichen Aufschnitt wie Leber- oder Teewurst sollte am Morgen deshalb lieber verzichtet werden.

Vor körperlicher Arbeit anders frühstücken

Wer körperliche Schwerstarbeit leisten muss, sollte dagegen erstens etwas mehr und zweitens etwas anders frühstücken: Damit der Körper die nötige Energie für solche Arbeit hat, kann auch Fett sinnvoll sein, sagt Krapf - allerdings besser in pflanzlicher und nicht in fettiger Form. Die Avocado ist hier also eine bessere Wahl als das Mettbrötchen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 12. März 2018 11:02 Uhr