News und Tipps rund ums Ei

News und Tipps rund ums Ei

Warum Eier von glücklichen Hühnern gesünder sind, was der Stempel auf jedem Ei bedeutet und wichtige Tipps.

  • Was bedeuten die verschiedenen Güteklassen bei Eiern?© dpa
    Eier werden für den Verkauf in drei Güteklassen eingeteilt. Güteklasse A sind unbeschädigte Eier, die an Endverbraucher verkauft werden. Eier der Güteklasse B, sogenannte Knickeier, dürfen nur an die Lebensmittelindustrie verkauft werden. Eier der Güteklasse C bezeichnen stark beschädigte Eier und sind nicht für Lebensmittel zugelassen.
  • Was bedeutet der Stempel auf jedem Ei?© dpa
    Seit 2004 muss in der EU jedes Ei mit einem Stempel versehen werden. Die erste Ziffer kennzeichnet die Haltungsform, die darauf folgenden 2 Buchstaben das Herkunftsland, die folgenden Ziffern Betrieb und Stallnummer. Gefärbte Eier müssen keinen Stempel tragen. Was die Ziffern bedeuten: 0=Ökologische Erzeugung 1=Freilandhaltung 2=Bodenhaltung 3= Käfighaltung bzw. Kleingruppenhaltung in Legebatterien Was die Buchstaben bedeuten: DE = Deutschland AT = Österreich BE = Belgien NL = Niederlande
  • Gibt es noch deutsche Eier aus sogenannten Legebatterien?© dpa
    Seit 2010 ist die konventionelle Batterie-Käfighaltung in Deutschland verboten. Stattdessen gibt es nun die Kleingruppenhaltung, die dem Huhn etwas mehr Bewegung ermöglicht.
  • Wie leben die Hühner bei Bodenhaltung?© dpa
    Bei der Bodenhaltung befindet sich ein zwei Drittel der Fläche einnehmender und mit Nestern und Sitzstangen versehener Kotkasten in der Mitte des Stalles. Die Sitzstangen können in stufenförmig angelegt werden, sodass der Raum effizienter ausgenutzt wird.
  • Was bedeutet Freilandhaltung?© dpa
    Freilandhühner haben neben ihrem Stall mit Sitzstangen, Nestern und Einstreu tagsüber Auslauf im Freien, wo sie ihre natürlichen Verhaltensweisen und ihr Bewegungsbedürfnis ungehindert ausleben können. Bei der Freilandhaltung müssen es für jedes Huhn mindestens vier Quadratmeter Freiland sein. Der Auslauf muss überwiegend begrünt sein.
  • Sind Eier von "glücklichen Hühnern" wirklich besser?© dpa
    Wenn mit "glücklichen Hühnern" jene gemeint sind, die frei herumlaufen und sich auch Futter in der Natur suchen können, dann stimmt die Aussage. Denn die Ernährung einer Legehenne hat großen Einfluss auf den Nährwert des Eis. So haben Eier von Hühnern, die neben Samen und Körnern auch frische Pflanzen, Insekten, Würmer und Schnecken essen einen weit höheren Nährwert. Studien haben ergeben, dass solche Eier zwei Drittel mehr Vitamin A, doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren, drei Mal mehr Vitamin E, vier bis sechs Mal mehr Vitamin D, sieben Mal mehr Beta-Carotin, ein Drittel weniger Cholesterin und ein Viertel weniger gesättigte Fettsäuren haben als Eier von Hühnern, die nur Körner verfüttert bekommen.
  • Woraus besteht ein Hühnerei und warum gelten sie als so gesund?© dpa
    Das Eiklar, auch Eiweiß genannt, besteht zu 87 Prozent aus Wasser, 11 Prozent Eiweiß, 1 Prozent Kohlenhydraten und 1 Prozent Mineralstoffen. Das Eigelb besteht zu 50 Prozent aus Wasser, 32 Prozent Fett, 16 Prozent Eiweiß und 2 Prozent aus Mineralstoffen. Hühnereier enthalten alle Vitamine, außer Vitamin C- eine Bilanz, die kein anderes Lebensmittel vorweisen kann. So kann ein durchschnittlich großes Hühnerei bis zu 35 Prozent des täglichen Bedarfs an Vitamin D und 38 Prozent des täglichen Bedarfs an Vitamin B12 decken. Hühnereier enthalten das Lipid Cholesterin und die Mineralstoffe Calcium, Phosphor, Eisen, Natrium, Zink, Kalium sowie Selen. Alle Nährstoffe befinden sich in Eigelb und Eiklar, ein größerer Anteil davon allerdings im Dotter. Generell spielt es in Hinblick auf die Nährstoffe keine Rolle, ob das Ei roh oder gekocht verzehrt wird. Ein durchschnittliches Hühnerei hat etwa 80 Kalorien und enthält insgesamt etwa 8 Gramm Fett. Über die Hälfte der Fettsäuren sind ein- bzw. mehrfach ungesättigt.
  • Wie lange sind Eier haltbar und wie lagert man sie optimal?© dpa
    Eier halten sich ab Legetag mindestens 28 Tage. Rohe Eier sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bei diesen Temperaturen können sich Salmonellen nicht vermehren. Die Schale sollte sauber sein, aber nicht abgewaschen werden, da sonst die natürlich Schutzschicht der Schale verletzt wird. Sie dürfen allerdings nicht direkt neben Lebensmittel mit starken Geruch oder Aroma lagern - rohe Eier nehmen leicht Fremdgerüche über die Poren der Eierschale auf. Zudem dürfen sie nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen, denn auf der Schale sitzen oft Keime, die auf andere Speisen übertragen werden können. Eier sollten deshalb am besten in geschlossenen Behältern lagern.
  • Soll man gekochte Eier immer abschrecken?© dpa
    Damit die Eier richtig hart werden und sich das Eiklar gleichmäßig um das Eigelb verteilt, kommen sie in sprudelnd heißes Wasser und werden je nach Größe zehn bis zwölf Minuten gekocht. Abgeschreckt werden dürfen sie nur, wenn sie sofort verzehrt werden. Denn mit dem Wasser können Krankheitserreger durch feinste Risse in der Schale in das Ei eindringen. Bei Raumtemperatur gelagert sind solche Eier in wenigen Tagen verdorben. Sollen Eier länger liegen, bleiben sie besser unabgeschreckt. Dann halten sie sich zum Beispiel als bunt gefärbte Ostereier bis zu einem Monat.
  • Kann man gekochte Eier noch verzehren, wenn der Rand des Dotters grün-gräulich ist?© dpa
    Bei hartgekochten Eiern ist der Rand des Dotters oft grünlich verfärbt. Dieser Anblick ist zwar nicht unbedingt schön, aber unbedenklich. Für die Verfärbung verantwortlich ist Eisensulfid. Dieses entsteht, weil das Eisen im Eidotter mit Schwefelverbindungen aus dem Eiweiß reagiert.
  • Eier und Cholesterin© dpa
    Hühnereier müssen für Menschen mit hohem Cholesterin-Spiegel kein Tabu sein. Denn Eier enthalten gar nicht so viel Cholesterin wie allgemein angenommen wird.
  • Rohes Ei im Sommer - Vorsicht!© dpa
    Vorsicht vor Salmonellen: Eier oder Produkte aus rohen Eiern sollte man im Sommer nur mit Vorsicht genießen.
  • Eier-Ausblasen und Salmonellen© dpa
    Auf der Schale von Hühnereiern können Salmonellen-Erreger sitzen. Zum Schutz vor Infektionen sollte man beim Auspusten deshalb besser ein Papiertuch zwischen Lippen und Ei legen.
  • Ostereier selber färben© dpa
    Vor dem Färben sollten Eier Zimmertemperatur haben - das schützt die Schale vor dem Platzen.
  • Ostereier verstecken und finden!© dpa
    Am Ostersonntag suchen Kinder in ganz Deutschland die vom "Osterhasen" versteckten Eier und Süßigkeiten. Das Osterfest ist die jährliche Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Gottessohnes Jesus im christlichen Glauben.
  • Warum werden zu Ostern Eier verschenkt?© dpa
    Der christliche Brauchtum, zu Ostern Eier zu schenken, hat seinen Ursprung im Glauben an die Auferstehung Jesu. Der syrische Kirchenlehrer Ephräm schrieb dazu im 4. Jahrhundert: "Gleich einem Ei springt das Grab auf." Der Brauch, zu Ostern gefärbte Eier zu verschenken, ist allerdings älter als das Christentum und wurde nachweislich bereits im 5. Jahrtausend vor Christus praktiziert. Von den Christen übernommen wurde er aus dem keltisch-germanischen Ostara-Fest, welches vermutlich Ostern auch seinen Namen gab. Das Fest der Frühlingsgöttin Ostara wird gleichbleibend zur Frühlings- Tagundnachtgleiche, am 21. März, gefeiert.
  • Warum bringt der Osterhase die Ostereier?© dpa
    Das Motiv des Osterhasen hat sich in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgebreitet und frühere Überbringer des Ostereies weithin verdrängt. In einigen Teilen der Schweiz war der Kuckuck als Eierlieferant, in Teilen von Westfalen war es der Osterfuchs, in Thüringen brachte der Storch und in Böhmen der Hahn die Eier zum Osterfest. Der "eierlegende Osterhase" wurde erstmals 1638 im Neckargebiet schriftlich erwähnt, doch die Verbindung des Hasen mit dem österlichen Eierbrauch ist nicht genau geklärt.
  • Zu Ostern werden im Handel vielerorts bereits gefärbte Eier angeboten. Sind die verwendeten Farben wirklich unbedenklich?© dpa
    Das Landeslabor Berlin-Brandenburg gibt in dieser Frage Entwarnung: "Gefärbte Eier aus dem Handel dürfen nur mit Farbstoffen gefärbt werden, die in der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung zugelassen sind. Da die Farben zu den Zusatzstoffen zählen, sind sie kennzeichnungspflichtig. Diese Farbstoffe sind gründlich untersucht und gelten als gesundheitlich unbedenklich. Allergiker sollten jedoch aufpassen, da bestimmte Lebensmittelfarben (z.B. E 122, E 102, E 120, E 151, E 104) allergische Reaktionen wie Hautrötungen oder Juckreiz auslösen können.

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