Haare im Alter richtig pflegen

Die Haare und Kopfhaut von Senioren stellen oft besondere Ansprüche. Daher kommt es auf eine speziell zugeschnittene Pflege an - und die richtige Ernährung.
Grau statt gelb
Graue Haare können schnell einen Gelbstich bekommen. Eine Pflege mit speziellen Shampoos und Spülungen hilft, dies zu verhindern. © dpa

Im Alter wird das Haar oft dünner, weniger formbar. Manchmal fallen die Haare auch vermehrt aus. Bei Frauen kann das daran liegen, dass in den Wechseljahren weniger Östrogen produziert wird, dadurch kann sich auch die Haarstruktur ändern. Die Haarzwiebeln werden jetzt nicht mehr so gut mit Nährstoffen versorgt und schrumpfen, teilt die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) in Bonn mit. Außerdem produziert die Haut weniger Talg, das macht die Kopfhaut mitunter trocken und spröde. Wichtig ist deshalb die richtige Pflege und Ernährung:

Pflege: Mildes Shampoo wählen

Schonend und reichhaltig sollte die Haarpflege sein. Am besten wählt man ein mildes Shampoo und wäscht die Haare damit nicht zu oft und auch nicht zu heiß. «In vielen Produkten sind bereits pflegende Stoffe enthalten», sagt Antonio Weinitschke, Aachener Friseurmeister vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks. Wer zu extrem trockenen Haaren neigt, kann auch vor dem Schlafengehen Rizinusöl in die Haare einmassieren und über Nacht einwirken lassen. Damit die grauen Haare keinen Gelbstich bekommen, kommt eine zusätzliche Pflege mit speziellen Shampoos und Spülungen infrage.

Ernährung: Vitamin H fördert Aufbau von Keratin

Das Haar muss auch von innen ausreichend mit Nährstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen versorgt werden. Wichtig ist Vitamin H, das auch als Biotin bekannt ist: Es fördert den Aufbau von Keratin. Und Keratin ist Hauptbestandteil von Haaren und auch Nägeln. Neben Obst und Gemüse kommt Biotin unter anderem in Rinderleber, Nüssen, Spinat, Pilzen, Eigelb und Getreide vor. Auch Eisen, das zum Beispiel in Mandeln und Pistazien enthalten ist, Zink und Selen braucht der Körper, damit die Haare sprießen. «Mangelzustände erhöhen die Gefahr, dass das Haar glanzlos und spröde wirkt und ausfällt», erklärt Prof. Gerhard Lutz, Bonner Dermatologe und Haarexperte.

Haarausfall: Welche Ursachen gibt es?

Dass Haare ausfallen, ist an sich normal. Bis zu 60 sind es am Tag, sagt Prof. Lutz. Sind es deutlich mehr oder findet man schon lichte Stellen, geht zunächst die Suche nach der Ursache los. Infrage kommen etwa eine Störung der Schilddrüsenfunktion, Hauterkrankungen wie Ekzeme, Schuppenflechte oder Pilzerkrankungen. Auch Medikamente können als Nebenwirkung Haarausfall verursachen. Steckt ein Mangel an Spurenelementen dahinter, lohnt sich ein Blick auf die Essgewohnheiten.

Haarwuchsmittel: Wirkung nicht belegt

Haarausfall ist aber oft weder auf eine Erkrankung noch auf eine Mangelerscheinung zurückzuführen, sondern anlagebedingt. Dann versprechen Shampoos oder Tinkturen aus der Drogerie, das Haar wieder sprießen zu lassen. «Einen eindeutigen wissenschaftlichen und klinischen Beleg hierfür gibt es aber meistens nicht», sagt Prof. Lutz. Das gleiche gilt für Kopfhautmassagen.

Minoxidil: Wirkstoff kann Haarausfall bremsen

Aufhalten oder sogar stoppen lässt sich genetisch bedingter Haarausfall laut Lutz trotzdem: durch die regelmäßige, äußerliche Anwendung des Wirkstoffs Minoxidil. Dieses Arzneimittel war ursprünglich als Präparat zur Behandlung von Bluthochdruck gedacht. Bei der Anwendung stellte sich heraus, dass das Mittel auch zu einem verstärkten Haarwachstum führte. Der Wirkstoff ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Wer über die Anwendung nachdenkt, sollte sich vorher ausführlich über Risiken, Nebenwirkungen und Anwendung informieren.

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Quelle: dpa/BerlinOnline
Aktualisierung: Freitag, 2. Februar 2018 11:38 Uhr

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(Bilder: dpa; Techniker Krankenkasse; Klicker/pixelio.de)