Schmuck muss zum Typ passen

Schmuck muss zum Typ passen

Ketten, Ohrringe und Broschen müssen nicht nur zu Haarfarbe und Kleidung passen- sondern auch zur Körpergröße.

  • Frau mit Armband© Phase4Photography - Fotolia.com
    Eine blonde Frau mit Diamant Armband
  • Großer Schmuck als Blickfang© dpa
    Große Ketten und Ohrringe lassen schlichte Kleider zu etwas Besonderem werden.
Schmuck gibt es in diversen Farben, Formen und Größen. Aber nicht jeder Typ kann jedes Schmuckstück tragen, deswegen sollte genau überlegt werden, was zu einem passt. Größe, Farbtyp und Kleidungsstil sind einige Faktoren auf die man achten sollte.

Gold oder Silber?
Ohrring
© photocase.com

Ohrring

Rothaarige mit einem hellen Teint sollten am besten zu Goldschmuck greifen. Allen anderen Hauttypen stehe eher Silberschmuck, sagt die Personal Shopperin Sonja Grau aus Ulm. Doch auch die Kleidung könne Kriterium für die Wahl des Schmuckmaterials sein: «Goldfarbigen Schmuck sehe ich zum Beispiel ganz besonders zu luftig schwingender Kleidung, auch zu kräftigen Farben oder zu Drucken.»
Wirklich strenge Regeln seien hier aber nicht angebracht,«da das Accessoire im Ganzen, das heißt in Verbindung mit Mensch und Outfit gesehen werden muss», erläutert Grau. Zumal die Schmuckdesigner gerne Gold und Silber in einem Stück mischten. Die Expertin rät auch, matte und glänzende Schmuckstücke zu kombinieren.

Schmuck muss zur Körpergröße passen

Schmuckstücke müssen zur Körpergröße passen. Bei kleinen Frauen wirken riesige, glitzernde Colliers auf den Betrachter «überwältigend», erläutert die Stilberaterin Dagmar Bothe aus Berlin. Und an einer großen Frau wirke eine zierliche Halskette «verloren».

Schmuck mit der richtigen Kleidung kombinieren
Großer Schmuck als Blickfang
© dpa

Große Ketten und Ohrringe lassen schlichte Kleider zu etwas Besonderem werden.

«Mit großen Ketten kann man beispielsweise einfache T-Shirts veredeln. Zu uni Kleidern passen große Ohrringe und zur kurzärmligen Bluse, zum Kaftan oder Hemdblusenkleidern im Safaristil passen große Armreifen», rät die Stilberaterin und Personal Shopperin Silke Gerloff aus Frankfurt. «Ketten in Schiffstau-Optik trägt man am besten zum derzeit sexy interpretierten maritimen Ringellook.»
Der Schmuck soll aufwerten und nicht mit der Kleidung um Aufmerksamkeit buhlen, warnt Gerloff allerdings. Eines von beiden sollte daher uni sein und die Farben innerhalb einer Farbwelt liegen oder bewusst kontrastieren. Auch sollten nicht Muster unterschiedlicher Größe kombiniert werden.

Nicht mehr als zwei große Schmuckstücke gleichzeitig

Außerdem ist ein Überladen mit den Schmuckstücken tabu: «Nie mehr als zwei große Schmuckteile gleichzeitig, wirkungsvoller ist nur eins», sagt Gerloff. «Kette und Ohrringe schließen sich aus, Kette und Armreifen ebenfalls.» Parallel getragen werden dürfen hingegen Ohrringe und Armreifen ebenso wie Armreifen und ein großer Gürtel.

Schmuck im Büro: Weniger ist mehr

Beim Thema Schmuck ist am Arbeitsplatz Zurückhaltung gefragt. Die Faustregel für Frauen lautet: Mehr als fünf Teile sind zu viel. «Also Uhr, Kette, zwei Ringe und Ohrringe, die als ein Teil zählen», erläutert Lis Droste, Etikette-Expertin aus Frankfurt.
«Fünf Teile sind schnell erreicht. Es gibt Frauen, die tragen allein fünf Armreifen.» Zumindest in Branchen mit Kundenkontakt sei weniger aber mehr: «Der Schmuck droht sonst abzulenken.» In einigen Berufen seien die Regeln konservativer als in anderen. Grundsätzlich aber gilt: Schmuck darf nie protzig wirken.

«Auch die Bankmanagerin, die bei der Arbeit auffällige Brillanten trägt, fällt damit leicht unangenehm auf», warnt Droste. Außerdem müssen die Schmuckstücke auf übrige Accessoires abgestimmt sein: «Wer schon fünf Schmuckstücke trägt, darf nicht auch noch eine Glitzerbrille haben oder sich eine Schleife ins Haar stecken.» Auch hier gilt: Understatement wirkt besser, als dick aufzutragen.

Fotostrecke:

  • Welcher Schmuck passt zu mir?© Susan-Hauke/ www.pixelio.de
    Welcher Schmuck passt zu mir?

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 9. Oktober 2013 16:04 Uhr