Haare entfernen: Methoden, Kosten und Anwendung

Haare entfernen: Methoden, Kosten und Anwendung

Rasieren, Epilieren, Wachsen oder Lasern: Welche Methode der Haarentfernung ist am effektivsten- und schont dabei die Haut?

Beine

© dpa

Glatte Beine sind im Sommer einfach schöner.

Sommerzeit ist Hautzeit: Leichte Bekleidung zeigt viele Hautpartien, und die sollten im Sommer möglichst haarfrei sein. Wie Frau das macht, hängt ab von Körperregion- und persönlicher Schmerzgrenze.
Vor jeder Haarentfernung bereitet man die Haut am besten mit einem Körperpeeling auf die Prozedur vor. So werden Hautschüppchen sanft beseitigt und eingewachsene Haare freigelegt.

Die Nass-Rasur

Vorteile:
Für Eilige, die sich schnell ein gründliches Ergebnis wünschen, eignet sich eine klassische Rasur. Diese ist ruckzuck durchgeführt und schmerzfrei. Spezielle Schaumprodukte riechen gut und sind schön cremig, normale Seife erfüllt den Zweck aber auch.
Beine in der Badewanne rasieren
© Procter&Gamble

Bei der neuesten Rasierer-Generation verfügt der Rasierkopf über integrierte Gelkissen mit Pflegeölen - so spart man sich sowohl den Rasierschaum als auch das Nachcremen.

Nachteile:
Spätestens nach drei Tagen ist die eben noch glatte Hautpartie wieder stoppelig. Des Weiteren entwickelt sensible Haut nach einer Rasur manchmal kleine Pickel. «Hautberuhigende Cremes mit antiseptischen Zusätzen helfen hier, die Entzündungen der Haarfollikel zu lindern», rät Nicola Otte, Fachärztin für Dermatologie und Lasermedizin am Dermatologikum in Hamburg.

Kalt- oder Warmwachs

Vorteile:
Wer Haare lange und gründlich los werden will, greift zum Wachs. Man kann zwischen Behandlungen mit Kalt- oder Warmwachs wählen. Auch die traditionelle Variante des «Sugaring» erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Bei dieser Enthaarungsvariante wird eine klebrige Paste aus Zucker, Zitrone und Öl auftragen und in Wuchsrichtung der Haare abgezogen. Zwei bis vier Wochen ist man mit diesen Methoden die Haare los. Beide Methoden haben den Vorteil, dass die Anzahl der Haarwurzeln sich über Jahre bei regelmäßiger Anwendung minimiert.
Nachteile:
Experten zufolge verspürt man beim Waxing und Sugaring bei korrekter Durchführung nur ein Ruckeln. Aber das hängt vom eigenen Schmerzempfinden ab. Ein weiterer Nachteil ist, dass Waxing und Sugaring eine Haarlänge von circa fünf Millimetern voraussetzen. Das heißt, einige Tage vor der Behandlung darf das Haar nicht gekürzt werden.
Zudem ist eine Behandlung bei der Kosmetikerin nicht gerade billig.

Epilieren
Haare epilieren
© Procter&Gamble

Vorteil:
Herausgerissene Haare brauchen eine Weile, bis sie sichtbar nachgewachsen sind. Nach dem Epilieren bleibt das glatte Ergebnis also für mehrere Wochen erhalten. Die Haare werden mit Wurzel herausgerissen, wodurch bei regelmäßiger Anwendung weniger nachwachsen. Hersteller entwickeln nun Epiliergeräte mit Massagerollen, die weniger Schmerzen verursachen sollen.
Nachteil:
Epilieren kann theoretisch an jeder Körperstelle angewendet werden, praktisch sind manche Zonen aber zu empfindlich dafür. Ein Epiliergerät packt die Haare an der Wurzel und reißt sie mit heraus- und das ist nicht schmerzfrei. Epilieren setzt etwas Übung darin voraus, das Gerät im richtigen Winkel an die Haare angehalten, um diese erfolgreich zwischen die rotierenden Pinzettenköpfe zu bekommen. Dafür müssen Haare eine bestimmte Länge haben.

Laser- und Lichtsysteme

Vorteile:
Diese Haarentfernungsmethoden können unerwünschte Körperbehaarung langfristig entfernen. Experten empfehlen, eine Behandlung nur von einem Facharzt durchführen zu lassen. Denn eine nicht fachgerechte Behandlung kann Verbrennungen, Narben und dunkle oder helle Flecken auf der Haut verursachen.
Nachteile:
Aber die Fachleute schmälern die Hoffnungen auf dauerhaften Wachstumsstopp: «Man muss bedenken, dass auch eine dauerhafte Haarentfernung nicht für immer anhält», sagt Ferdinand. ««Nach ein bis drei Jahren sollte eine Erhaltungstherapie erfolgen», bestätigt Otte. Um die gewünschte Haarfreiheit zu erlangen, sind mehrere Sitzungen erforderlich. Die Kosten sind daher relativ hoch.

Die Enthaarungscreme

Vorteile:
Eine simple Methode ist die Enthaarungscreme. Die Creme wird auf die Partien aufgetragen, nach etwa fünf Minuten Einwirkzeit löst sie dank Bestandteilen wie Thioglykolsäure unerwünschte Haare. Das Ergebnis hält bis zu einer Woche.
Nachteile:
Enthaarungscremes enthalten chemische Wirkstoffe, auf die Menschen allergisch reagieren können. Manchmal werden nicht alle Haare gelöst und es muss nachgearbeitet werden.
Waxing Studios und Haarentfernung
© BerlinOnline

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Quelle: BerlinOnline/dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. Juli 2016 12:26 Uhr

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