Tattooentfernung mit Laser: Kosten und Risiken

Tattooentfernung mit Laser: Kosten und Risiken

Das Entfernen einer Tätowierung mit Laser kann einige gesundheitliche Probleme bereiten. Und teuer ist es auf jeden Fall.

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    Das «Weglasern» von Tattoos sehen einige Experten kritisch, da die hohen Temperaturen Farbstoffe aufspalten und die Folgen für den Körper nicht klar sind.
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    Behandlung mit Risiken: Bei der Entfernung eines Tattoos kann sich die Haut entzünden.
Wer ein Tattoo lasern lassen möchte, muss sich auf Schmerzen, hohe Kosten und Zeitaufwand einstellen. Mit einer speziellen Laserbehandlung können Hautärzte die meisten Tattoos entfernen. Im Idealfall bleiben weder Narben zurück noch treten dabei größere Komplikationen auf. Welche Langzeitwirkungen die Tattooentfernung mit Laser hat, ist allerdings noch nicht geklärt.
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Tattoos: Der persönliche Geschmack verändert sich

«Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund zehn Millionen Tätowierte», sagt Prof. Wolfgang Bäumler, Physiker und Tattoo-Forscher an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie der Universität Regensburg. «Damals entsprachen die Tattoos ihrer Persönlichkeit, und die Betroffenen waren auch überzeugt, ihr Leben lang zu den Motiven und zur Tätowierung an sich stehen zu können», ergänzt Erich Kasten, Professor für Medizinische Psychologie an der Universität Göttingen. «Doch das ist häufig eine Fehleinschätzung: Persönlichkeiten verändern sich. Das gilt auch für Einstellungen und für Modetrends, welche die Motivwahl mit beeinflussen.» So zählen einst trendige Steißbein-Tattoos - umgangssprachlich auch als Arschgeweih bekannt - heute als Modesünde. Auch der Name des Ex begeistert neue Partner selten.

Tätowierungen sind nicht in jedem Job erwünscht

Außerdem ist im Job eine Tätowierung oft hinderlich: «Bei der Polizei ist Auflage, dass künftige Anwärter Tattoos nur an nicht sichtbaren Stellen des Körpers haben dürfen», sagt Wolfgang Kimmig von der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft in Hamburg. Auch wenn es inzwischen Gerichtsurteile gibt, die dieser Auflage widersprechen, kann die Tätowierung je nach Bundesland immer noch Ausschlusskriterium sein. «Und auch in manch einer gastronomischen Einrichtung sind Körpergemälde zum Beispiel an den Händen nicht gerne gesehen.»

Ohne Schmerzen geht es nicht

Aus diesen Gründen denken viele darüber nach, ihr Tattoo weglasern zu lassen. Doch ganz ohne ist das Unterfangen nicht. Viele Patienten empfinden die Laserbehandlung als so schmerzhaft, dass sie eine örtliche Betäubung oder ein Schmerzmittel brauchen. Außerdem ist die betroffene Hautpartie anschließend noch für etwa zwei bis drei Monate sehr empfindlich und muss vor allem vor Sonne geschützt werden.

Anzahl der notwendigen Laserbehandlungen variiert

Je nach Einstichtiefe, Größe und Farbintensität eines Tattoos sind zwischen 5 und 15 Laserbehandlungen notwendig, manchmal sogar mehr. Da die betroffenen Körperstellen zwischen den Laserterminen mindestens vier Wochen Erholung brauchen, kann sich die Entfernung eines Tattoos länger als ein Jahr hinziehen.

Wie der Laser das Tattoo entfernt

Das von Hautärzten verwendete System arbeitet mit Licht in den Komplementärfarben zu den Tätowierungsfarben. Es zersprengt die Farbpigmente des Tattoos, damit sie von den Fresszellen der Haut abtransportiert werden können. Das Tattoo verblasst dadurch.

Risiken der Tattooentfernung mit Laser

Da die Farbkristalle bei der Laserentfernung zertrümmert werden und neue Bestandteile freisetzen, können allergische Reaktionen durch die versprengten Pigmente auftreten. Experten halten es zudem durchaus für wahrscheinlich, dass sich ein Teil der gespaltenen Farbpigmente in Leber, Milz und Lymphknoten anreichert. Zudem kann es bei unbekannten Farbpigmenten zu einem unumkehrbaren Farbumschlag kommen.

Tattooentfernung: Kosten und Zahl der Behandlungen

Wer ein Tattoo entfernen lässt, wird mit recht hohen Kosten konfrontiert. Der Preis für eine einzelne Laserbehandlung variiert zwischen 80 und 400 Euro und ist abhängig von der Art der Tätowierung und dem behandelnden Arzt. Für die Entfernung selbst eines kleinen Tattoos kommen da schnell um die 1000 Euro zusammen, die der Patient aus eigener Tasche zahlen muss. Denn die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Tattoo-Entfernung nicht.

Quelle: kra/BerlinOnline/aok/dpa

| Aktualisierung: Montag, 24. Februar 2020 15:09 Uhr

Spezial: Tattoos & Piercings