Einbruch: Versicherung darf Bargeldersatz begrenzen

Einbruch: Versicherung darf Bargeldersatz begrenzen

Wer zu Hause Bargeld hortet, sollte es besser im Tresor aufbewahren. Denn ist das Geld nicht sicher, gibt es nach einem Einbruch nur einen Teil von der Versicherung zurück.

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Wer zu Hause Bargeld aufbewahrt, sollte sich informieren, welchen Höchstbetrag die Hausratversicherung im Falle eines Einbruchdiebstahls ersetzt.

Eine Hausratversicherung ersetzt nach einem Einbruchdiebstahl in der Regel auch gestohlene Bargeldbeträge. Dabei ist es zulässig, wenn die Versicherung eine Höchstgrenze festlegt, bis zu der sie gestohlenes Geld ersetzt, das nicht in einem Tresor aufbewahrt wurde.

Versicherung muss nicht auf Klausel hinweisen

Auf eine entsprechende Klausel muss sie Kunden beim Vertragsschluss nicht unbedingt gesondert hinweisen, befand das Oberlandesgericht Oldenburg (Az.: 5 U 162/16), wie die «Neue juristische Wochenschrift» berichtet. In dem verhandelten Fall hatte ein Restaurantbesitzer Trinkgelder aus dem Restaurantbetrieb in erheblicher Höhe zu Hause aufbewahrt. Das Bargeld war ihm bei einem Einbruch gestohlen worden.

Bargeld gestohlen: Versicherung begrenzt Ersatz

Er hatte den Schaden bei seiner Versicherung geltend gemacht. Diese wollte den Schaden aber nur bis zu einem Betrag von 1100 Euro ersetzen, weil das Geld nicht in einem Tresor aufbewahrt wurde. Der Versicherte wehrte sich dagegen: Diese Klausel sei überraschend und daher nicht wirksam. Die Versicherung hätte ihn bei Vertragsabschluss gesondert auf eine solche Klausel hinweisen müssen.

Mit Begrenzung der Einstandspflicht ist zu rechnen

Vor Gericht hatte diese Argumentation keinen Erfolg: Die Versicherung treffe keine Hinweispflicht, befanden die Richter. Auch von einem Laien könne erwartet werden, dass er mit einer Begrenzung der Einstandspflicht der Versicherung für Bargeldbeträge rechnet, die nicht in einem Tresor aufbewahrt werden. Die Klausel sei daher nicht überraschend. Hinzu komme in diesem Fall, dass die Versicherung dem Versicherten im Rahmen eines zurückliegenden Schadens unter Hinweis auf diese Klausel bereits einmal nur einen gekürzten Bargeldbetrag ersetzt hatte. Der Mann kannte die Klausel also.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. März 2017 12:49 Uhr