Demenz: Bei Diagnose Unfallversicherung überprüfen

Demenz: Bei Diagnose Unfallversicherung überprüfen

Demenzbedingte Unfälle sind oft vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Wer die Diagnose erhält, sollte sich daher an den Versicherer wenden - und zu viel gezahlte Beiträge zurückfordern.

Demenz im Alter

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Risiko im Haushalt: Menschen mit Demenz erleiden häufiger Unfälle.

Menschen mit bestimmten geistigen Erkrankungen wie Demenz gelten in einigen Versicherungssparten als nicht versicherbar. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin hin.

Keine Leistungen bei Unfall durch Bewusstseinsstörung

Beispiel Unfallversicherungen: Hier sind Unfälle aufgrund von Bewusstseinsstörungen häufig vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Wer also in Folge geistiger Verwirrung einen Unfall erleidet, würde nach den Bedingungen eines Standardvertrags unter Umständen keine Leistung erhalten, so der GDV.

Zu viel gezahlte Beiträge zurückfordern

Betroffene sollten daher ihren Versicherungsschutz überprüfen, wenn bei ihnen eine Demenzerkrankung diagnostiziert wurde. Ratsam ist es, sich direkt an den Versicherer zu wenden. Führt nach den Versicherungsbedingungen eine Demenzerkrankung dazu, dass der Kunde nicht mehr versicherbar ist, werden laut GDV zu viel bezahlte Beiträge rückwirkend vom Zeitpunkt der Diagnose an erstattet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 15. September 2016 11:27 Uhr