Elementarschäden: Wofür zahlt die Versicherung?

Elementarschäden: Wofür zahlt die Versicherung?

Hausbesitzer müssen Elementarschäden wie Überschwemmungen zusätzlich versichern. Doch nicht jede Versicherung deckt alle Schäden ab.

Elementarschäden versichern

© dpa

Nicht nur in Hochwassergebieten kann sich eine Versicherung gegen Elementarschäden lohnen.

Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Frost- Schäden am Haus durch klassische Naturgewalten übernimmt die Hausrats- oder Wohngebäudeversicherung. Andere Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdrutsch oder Schäden durch viel Schnee müssen Hausbesitzer zusätzlich versichern. Doch nicht alle Gesellschaften versichern diese Schäden gleich, erläutert Kerstin Hartwig von der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht im Deutschen Anwaltverein in Berlin. 

Welche Unterschiede gibt es zwischen den Versicherern?

Eine Überschwemmung kann entweder durch Hochwasser, Regen oder erhöhtes Grundwasser als Folge von Regen oder Hochwasser entstehen. Während Versicherung A zum Beispiel alle drei Fälle versichert, schließt B eine Überschwemmung durch Hochwasser aus. Hartwig rät, die Klauseln daher ganz genau zu lesen. Solche Ausnahmen stehen meist im Anschluss an die aufgezählten Versicherungsfälle unter dem Punkt «Nicht versichert sind Schäden, die...».

Wer benötigt eine Elementarschaden-Versicherung?

Nicht jeder Hausbesitzer braucht auch eine Zusatzversicherung für alle Schadensfälle: «Man muss sich überlegen "Was kommt für mich infrage?"», sagt Hartwig, die Fachanwältin für Versicherungsrecht in Leipzig ist. Allerdings kann nicht nur zu viel Schnee auf dem Dach fast überall zum Problem werden- auch Überschwemmungen können jeden treffen, nicht nur Besitzer von Häusern in der Nähe eines Flusses oder Gewässers.

Was müssen Versicherte im Schadensfall tun?

Kommt es zum Unwetter, müssen die Elementarschäden umgehend detailliert dokumentiert werden. Regnet es zum Beispiel seit Tagen, und das Wasser steht im Garten, sollten Verbraucher das mit Foto und Datumsvermerk festhalten. Die Situationsaufnahme kann später helfen, wenn etwa das Hochwasser in Folge der überfüllten Kanalisation durch die Abwasserleitungen im Keller hochkommt.

Sind Hausbesitzer gesetzlich verpflichtet, sich zu versichern?

Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, das Haus gegen jede mögliche Naturgefahr zu schützen. Wohnen Verbraucher aber nah am Fluss, und kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen, sollten sie ihr Haus schützen, erklärt Hartwig.

Das Überflutungsrisiko in Deutschland steigt

Zu Anfang diesen Jahres hat Kanzlerin Merkel einen 8 Milliarden Euro Fond angekündigt, um die von der Flut betroffenen Gegenden im Norden, Süden und Osten Deutschlands zu unterstützen.

In ganz Deutschland wird das steigende Überflutungsrisiko zum Problem. Vielleicht ist jetzt, da die deutsche Regierung Flutschäden als ernstzunehmendes Problem behandelt, der richtige Zeitpunkt, in Ihre eigene Versicherung zu investierenund sicherzugehen, daß Ihre Kunst- und Wertgegenstände – vielleicht sind es teure Kleidungsstücke oder Bilder – sicher sind. Ein genau of solche Fälle zugeschnittener Versicherer wie Catlinkönnen helfen, Ihnen den richtigen Rat zu geben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. November 2013 13:18 Uhr