Hochwasserschäden: Fotografieren und nicht sofort beheben

Hochwasserschäden: Fotografieren und nicht sofort beheben

Nach einem Hochwasser machen sich Betroffene so schnell es geht ans Aufräumen. Erwarten sie Geld von der Versicherung, sollten sie das besser langsam angehen.

Hochwasserschäden dokumentieren

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Nach einem Hochwasser machen sich Betroffene manchmal so schnell es geht ans Aufräumen.

Bei Schäden durch Hochwasser muss zuerst geklärt werden, welche Versicherung zuständig ist:
Die Hausratversicherung kommt für alle Schäden an beweglichen Gegenständen im Haus auf. Das ist grob gesagt alles, was man bei einem Umzug mitnehmen kann. Die Wohngebäudeversicherung übernimmt Schäden am Gebäude wie durchnässte Mauern. Allerdings müsse der Versicherungsnehmer bei beiden Verträgen eine Erweiterung des Schutzes auf Elementarschäden vereinbart haben, damit die Versicherung bei Hochwasser zahlt. Dafür sei in der Regel ein separater Zusatzvertrag nötig, so Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV).

Beschädigte Gegenstände nicht sofort wegwerfen

Wenn Hochwasser Gegenstände beschädigt, sollten diese nicht sofort weggeworfen werden. Besser ist es, sie erst einmal zur Seite zu räumen, rät Boss. «Wenn man in seinem Aufräumwahn alles schon wegschmeißt, hat man natürlich ein Problem.» Können die Schäden nicht unrepariert bleiben, sollte der Besitzer sie fotografieren oder filmen. Nachbarn könnten als Zeugen dienen.

Schäden so schnell wie möglich der Versicherung melden

Bei Hochwasser, wie derzeit nach dem anhaltenden Regen in vielen Teilen Deutschlands, müssen Betroffene die Schäden am Haus oder auf dem Grundstück unmittelbar der Versicherung melden. Machen sie das schriftlich, sollten sie ein Einschreiben mit Rückschein nutzen, rät der (BdV). «Denn Sie müssen auch beweisen, dass Sie die Schäden so schnell wie möglich gemeldet haben», sagt Boss. Ein Telefonanruf sei im Zweifelsfall schwer nachzuweisen.

Versicherter muss Schäden so weit wie möglich verhindern

Boss weist darauf hin, dass der Versicherungsnehmer immer auch eine Schadenminderungspflicht hat. «Ich darf auch nicht ganz ruhig zusehen, wie weiter Wasser in mein Haus fließt.» Er muss etwa zerbrochene Fenster abdichten oder Hausrat im Keller in Sicherheit bringen, wenn das ohne Gefahr möglich ist.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 7. Juni 2013 10:47 Uhr

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