Zweitwohnungssteuer: Muss sie für die Gartenlaube gezahlt werden?

Zweitwohnungssteuer: Muss sie für die Gartenlaube gezahlt werden?

Ist die Gartenlaube allzu üppig ausgestattet, kann der Besitzer steuerpflichtig werden. Wann die Laube zur Zweitwohnung wird.

Gartenlaube

© dpa

Klein und gemütlich: In der Gartenlaube lässt es sich durchaus leben.

Für eine Gartenlaube kann Zweitwohnungssteuer fällig werden. Das berichtet die Fachzeitschrift «NVwZ-Rechtsprechungs-Report» (Heft 15/2013) unter Berufung auf einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Greifswald. Nach Auffassung der Richter kommt es für die Steuerpflicht allein darauf an, ob die Gartenlaube aufgrund ihrer Einrichtung als Zweitwohnung genutzt werden kann (Az.: 1 M 72/12).

Ist die Gartenlaube als Zweitwohnung geeignet?

Das Gericht gab mit seinem Spruch einer Gemeinde Recht. Der Eigentümer einer Gartenlaube hatte sich an das Verwaltungsgericht gewandt, weil er Zweitwohnungssteuer zahlen sollte. Die Gartenlaube verfügt nach den Feststellungen des Gerichts über Koch- und Schlafmöglichkeiten, Wasseranschluss und Toilette. Den Verwaltungsrichtern genügte dies für eine Steuerpflicht. Sie ließen insbesondere das Argument des Klägers nicht gelten, er nutze die Gartenlaube gar nicht, um auch darin zu wohnen. Maßgeblich für die Steuerpflicht ist nach Auffassung der Richter schon, wenn die Laube auch nur geeignet dazu ist, als Wohnung genutzt zu werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. November 2013 09:09 Uhr