Kirchenaustritt: Berlin will 30 Euro Gebühr

Kirchenaustritt: Berlin will 30 Euro Gebühr

Wer künftig in Berlin aus der Kirche austreten will, soll dafür 30 Euro Verwaltungsgebühr bezahlen. Die Berliner Abgeordneten diskutierten am Donnerstag (30.05.2013) über einen entsprechenden Gesetzentwurf des rot-schwarzen Senats. Während sich die CDU für die Gebühr einsetzte, sprach die Linke von einem «Fischzug der öffentlichen Hand».

Piraten wollen Ermäßigungstarif

Die Piratenfraktion forderte, die Gebühr für Minderjährige und sozial Schwache auszusetzen. Fréderic Verrycken (SPD) sagte, dass 30 Euro wohl niemanden von einem Austritt abhielten. Es sei nicht die Aufgabe des Landes, Kirchenaustritte zu subventionieren.

Kirchenaustritt verursacht Bearbeitungskosten

Der Senat hatte die Gebühr mit den Kosten für die Amtsgerichte, die die Austrittserklärungen bearbeiten, begründet. So müssten mündliche Erklärungen aufgeschrieben und Austrittsbescheinigungen ausgestellt werden. Auch Standesämter und Finanzbehörden müssten informiert werden. Vergleichbare Regelungen gebe es in allen Bundesländern außer in Berlin, Brandenburg und Bremen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 31. Mai 2013 12:05 Uhr

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