Ehepartner müssen sich einzeln veranlagen lassen

Ehepartner müssen sich einzeln veranlagen lassen

Ehepartner können sich steuerlich zwar einzeln, aber nicht mehr getrennt veranlagen lassen. Wo liegt der Unterschied?

Malerarbeiten in der Wohnung

© dpa

Handwerkerrechnungen müssen künftig von dem Gatten bezahlt werden, der sie später auch steuerlich geltend machen will.

Ehepaare können sich für den Veranlagungszeitraum 2013 nicht mehr getrennt steuerlich veranlagen lassen. Diese Möglichkeit sei abgeschafft worden, erklärt Antia Käding vom Bund der Steuerzahler in Berlin. Im Gegenzug können sich Ehegatten jetzt einzeln veranlagen lassen.

Kosten können nicht mehr frei verteilt werden

Der Unterschied: Bei der getrennten Veranlagung konnten Ehegatten die absetzbaren Kosten, wie etwa Ausgaben für Handwerkerleistungen, frei untereinander verteilen. Das ist nun nicht mehr möglich. «Bei der Einzelveranlagung kann jeder Ehegatte grundsätzlich nur noch die Kosten absetzen, die er auch getragen hat», sagt Käding. «Ehegatten sollten deshalb die Kinderbetreuungskosten, das Schulgeld oder Kosten für eine Putzhilfe gleich so bezahlen, dass sie bei dem Partner absetzbar sind, der das höhere Einkommen hat.»

Veranlagungsart ist bindend

Eine Einzelveranlagung von Ehegatten kann gegenüber der klassischen Zusammenveranlagung dann günstiger sein, wenn Einkünfte bezogen wurden, die ermäßigt besteuert werden, beispielsweise Abfindungszahlungen, Elterngeld, Arbeitslosengeld I oder Krankengeld. Zu beachten ist auch, dass die Wahl der Veranlagungsart mit der Abgabe der Steuererklärung nun bindend ist.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. März 2013 14:09 Uhr