Hund auf Reisen: Was geschieht mit der Hundesteuer?

Hund auf Reisen: Was geschieht mit der Hundesteuer?

Wenn der Halter mit dem Hund verreist, muss trotzdem Hundesteuer gezahlt werden. Dies entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof. Grundlage für die Hundesteuer ist nicht der aktuelle Aufenthaltsort.

Steuer für den Vierbeiner

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Auch wenn der Hund mit Herrchen und Frauchen verreist: Die Hundesteuer ist trotzdem fällig. Foto: Arno Burgi

Hundesteuer muss auch dann an die Gemeinde gezahlt werden, wenn das Tier mit Herrchen oder Frauchen fern der Heimat im Urlaub ist. Eine Hundehalterin hatte mit ihrer Klage gegen den Steuerbescheid auch im Berufungsverfahren vor dem Bayerischer Verwaltungsgerichtshof keinen Erfolg, wie das Gericht mitteilte (Az.: 4 B 12.1389).

Ausschlaggebend ist der Haushalt, in dem der Hund lebt

Rechtlicher Anknüpfungspunkt für die Steuer sei nicht der tatsächliche Aufenthaltsort eines Hundes, sondern der Haushalt, in dem das Tier lebe. Daher könne eine Gemeinde die Steuer kassieren, auch wenn der Halter seinen Hund zur Arbeit, zu Freizeitaktivitäten oder in die Ferien mitnehme, entschied das Gericht in dem Urteil.

Höhere Hundesteuer für Kampfhunde

Auch mit weiteren Einwänden gegen den Hundesteuerbescheid hatte die Klägerin keinen Erfolg. So darf nach Auffassung des Gerichts für Kampfhunde eine erhöhte Hundesteuer erhoben werden. Dies gelte selbst dann, wenn durch einen sogenannten Wesenstest nachgewiesen ist, dass der betreffende Hund nicht besonders aggressiv ist.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 9. November 2015 13:46 Uhr