Abgeltungssteuer: Anleger müssen Freibeträge beachten

Abgeltungssteuer: Anleger müssen Freibeträge beachten

Geldanleger sollten darauf achten, dass ihre Zinsgewinne den jährlichen Freibetrag nicht überschreiten. Wer mehrere Konten hat, kann dem Problem entgehen.

Zinsen auf dem Konto

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Erspartes über einem Freibetrag von 801 Euro muss versteuert werden.

Anleger sollten ihren Sparerfreibetrag richtig verteilen, um Abgeltungssteuern zu sparen. Andernfalls könne es passieren, dass bei der einen Geldanlage ein Steuerabzug erfolgt, während bei der anderen Anlage noch Spielraum vorhanden ist, erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler in Berlin. In diesem Fall ist es ratsam, die Freistellungsaufträge anzupassen oder die Kapitalerträge in der Einkommensteuererklärung anzugeben. «So kann sichergestellt werden, dass der Sparerpauschbetrag auch völlig ausgeschöpft wird.»

Höhe der Abgeltungssteuer beträgt 25 Prozent

Der Hintergrund: «Die meisten Steuerzahler haben mehrere Geldanlagen, mit denen sie Erträge erzielen», erklärt Käding. So verfügen sie etwa über ein Tagesgeldkonto, ein Sparbuch, ein Depot oder ein Bausparvertrag bei verschiedenen Anbietern. Die Geldinstitute, Fondsgesellschaften oder Versicherungen führen auf alle Erträge automatisch die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ab.

Sparerfreibetrag von Singles liegt bei 801 Euro

Das gilt allerdings nur, wenn der Sparerfreibetrag von 801 Euro bei Singles und 1602 Euro bei Verheirateten überschritten ist. Diesen Sparerfreibetrag können Anleger beliebig auf ihre verschiedenen Anlagen verteilen. Dazu müssen sie nur entsprechende Freistellungsaufträge stellen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 10. September 2012 11:20 Uhr