Schenkungen: Freibeträge einhalten!

Schenkungen: Freibeträge einhalten!

Bei Schenkungen an Kinder, Enkel oder Geschwister müssen die Freibeträge eingehalten werden- sonst droht eine Schenkungssteuer. Wie hohe Freibeträge über welche Zeiträume gelten.

Bei Schenkungen Freibeträge beachten

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Bis zu 400.000 Euro können Eltern jedem Kind schenken, ohne dass dafür Steuern anfallen.

Eltern könnten jedem Kind bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken, Großeltern jedem Enkelkind bis zu 200.000 Euro, erklärt der Bund der Steuerzahler in Berlin. Schenkungen an Geschwister, Nichten und Neffen, Eltern und Großeltern seien allerdings nur bis zu 20.000 Euro steuerfrei. Dies gelte auch für nicht verwandte Personen. Wird der Freibetrag überschritten, müsse der Beschenkte für darüber hinausgehende Beträge Schenkungsteuer zahlen.

Schenkungen werden über zehn Jahre zusammengerechnet

In einem Zeitraum von zehn Jahren werde dabei jede Schenkung zusammengerechnet. «Damit will der Fiskus verhindern, dass Vermögen über die Ausnutzung der Freibeträge stückchenweise steuerfrei übertragen werden kann», erklärt Anita Käding vom Steuerzahlerbund. Der Bundesfinanzhof in München hat nun entschieden, wie diese Zehnjahresfrist genau berechnet wird (Aktenzeichen: II R 43/11). Wird die Frist auch nur um einen Tag überschritten, erfolgt keine Zusammenrechnung mit früheren Schenkungen. Dies sollte bei Planungen zur vorweggenommenen Erbfolge unbedingt im Auge behalten werden, rät Käding.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 20. August 2012 10:21 Uhr