Kita-Vertrag: Was ledige Eltern wissen sollten

Kita-Vertrag: Was ledige Eltern wissen sollten

Unverheiratete Paare sollten den Vertrag mit der Kita besser gemeinsam abschließen. Was zu beachten ist und wie man es richtig macht.

Kinder in der Kindertagesstätte

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Kosten für die Kinderbetreuung wie Kitas, Tageseltern oder Au-Pairs können steuerlich geltend gemacht werden. Foto: Michael Reichel

Unverheiratete Eltern sollten den Vertrag mit dem Kindergarten am besten zusammen abschließen. Denn nur dann könnten beide Elternteile die Betreuungskosten auch in ihrer jeweiligen Steuererklärung geltend machen, erklärt der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) in Berlin. Die Beiträge für den Kindergarten sollten in diesem Fall über ein gemeinsames Konto gezahlt werden.

Kita-Kosten nicht beliebig aufteilbar

Laut dem Bundesfinanzministerium dürfen Eltern, die unverheiratet sind, aber zusammenleben, die Betreuungskosten nicht beliebig aufteilen. Läuft der Betreuungsvertrag nur auf den Namen eines Elternteils, kann der andere gar keine Kosten geltend machen. Das gilt auch, wenn er das Betreuungsgeld von seinem Konto bezahlt. Hat der erste Elternteil nur ein geringes Einkommen, können die Steuervorteile vollständig verloren gehen.

Höherer Steuersatz ist entscheidend

Am günstigsten ist der Ansatz der Betreuungskosten laut NVL bei dem Elternteil, der den höheren Steuersatz hat. Dieser Elternteil kann das erreichen, wenn er den Betreuungsvertrag abschließt und die Beiträge allein überweist. Diese Variante ist jedoch nur zu empfehlen, wenn die Höhe des Einkommens im Vorfeld bereits absehbar und auch keine Arbeitslosigkeit zu befürchten ist.

Kita-Kosten nicht in bar zahlen

Aufwendungen zur Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten, Hort, anderen Betreuungseinrichtungen, durch Tagesmütter oder Aupair-Kräfte können bis zu 6000 Euro pro Jahr und Kind steuerlich berücksichtigt werden. Das Finanzamt berücksichtigt zwei Drittel des Betrags als Sonderausgaben. Voraussetzung: Die Betreuungskosten werden nicht in bar bezahlt. Das Finanzamt erkennt nur Zahlungen per Überweisung oder Lastschrift an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. November 2012 17:56 Uhr

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