Rückentraining über den Arbeitgeber bringt Steuervorteile

Rückentraining über den Arbeitgeber bringt Steuervorteile

Arbeitnehmer profitieren am leichtesten von Steuervorteilen für Gesundheitstrainings, wenn diese über den Arbeitgeber angeboten werden. Auch der sollte ein Interesse an gesunden Mitarbeitern haben.

Deshalb sollten die Mitarbeiter nach solchen Angeboten fragen, rät die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) in Neustadt an der Weinstraße. Unternehmen dürfen seit 2008 zum Beispiel die Kosten für Rückentrainings übernehmen, ohne dass die Mitarbeiter Steuern oder Sozialabgaben dafür zahlen müssen.
Auch kleinere Betriebe können zum Beispiel einen Fitnesstrainer engagieren, der etwa Rückenschulungen anbietet. Abgabenfrei bleiben Kosten von bis zu 500 Euro pro Teilnehmer und Jahr, erklärt der Lohnsteuerhilfeverein. Ein bloßer Zuschuss zur Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio kann dagegen nicht abgabenfrei gezahlt werden.

Medizinische Notwendigkeit muss bestätigt werden

Arbeitnehmer können Ausgaben für Gesundheitstrainings individuell nur unter besonderen Umständen bei der Steuer absetzen. Es handelt sich bei den Kosten nur dann um abzugsfähige außergewöhnliche Belastungen, wenn bereits vor Trainingsbeginn ein amts- oder vertrauensärztliches Gutachten die medizinische Notwendigkeit bestätigt.

Eine mögliche Kostenübernahme durch die Krankenkasse muss zuvor geklärt sein. Und das Übungsprogramm muss von heilkundigem Fachpersonal, zum Beispiel einem Arzt, geleitet werden - ein Fitness-Trainer im Sportstudio erfülle die Bedingungen des Steuerrechts nicht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 21. Februar 2011 12:40 Uhr

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