Jahreswechsel: Das ändert sich 2020

Jahreswechsel: Das ändert sich 2020

Im neuen Jahr kommen auf die Verbraucher in vielen Bereichen Neuerungen zu. Die wichtigsten Änderungen für 2020 im Überblick.

Geld

© dpa

Höhere Bußgelder, kräftiges Rentenplus, mehr Mindestlohn: Auch zum Jahreswechsel 2019/2020 stehen wieder einige Änderungen an. Die wichtigsten im Überblick.

Die Renten steigen

Gute Nachrichten für Rentnerinnen und Rentner: Die Altersbezüge steigen auch in diesem Jahr kräftig. Im Osten gibt es voraussichtlich 3,92 Prozent mehr, im Westen 3,15 Prozent.

Betriebsrentner werden entlastet

Pflichtversicherte zahlen künftig nur noch auf einen Teil ihrer Betriebsrente Beiträge an die Krankenkasse - und auch nur, wenn die Rente eine Grenze übersteigt. Bei der Umsetzung hakt es jedoch noch.

Mindestlohn steigt auf 9,35 Euro

Die Höhe des Mindestlohns wird erneut angepasst. Zum 1. Januar 2020 steigt er auf 9,35 Euro brutto je Zeitstunde. Bisher liegt er bei 9,19 Euro.

Mindestlohn für Azubis beschlossen

Zehntausende Azubis sollen besser bezahlt werden. Der Bundestag hat eine Reform des Berufsbildungsgesetzes beschlossen, die unter anderem die Einführung eines Azubi-Mindestlohns von 515 Euro im ersten Lehrjahr vorsieht.

Mietendeckel soll kommen

Die Mieten werden für fünf Jahre eingefroren, zu hohe Mieten gesenkt: Wenn das Abgeordnetenhaus zustimmt, tritt das Gesetz zum berlinweiten Mietendeckel schon Anfang 2020 in Kraft.

Falschparken wird teurer

Die Bußgelder fürs Parken in der «zweiten Reihe», auf Geh- und Radwegen sollen steigen. Statt 15 Euro drohen dann bis zu 100 Euro Strafe. Im Straßenverkehr ändert sich aber noch viel mehr.

Zusätzlicher Feiertag für Berlin

Berlin bekommt einen weiteren gesetzlichen Feiertag - allerdings nur einmalig. Der Anlass: Am 8. Mai 2020 jährt sich die Kapitulation der Wehrmacht zum 75. Mal. Das Datum markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges und wird als Tag der Befreiung vom Nazionalsozialismus gefeiert.

Masern-Impfpflicht kommt

Nach langen Diskussionen wurde die Impfpflicht für Masern vom Bundestag beschlossen. Eltern müssen voraussichtlich ab dem 1. März 2020 vor der Aufnahme ihrer Kinder in Kitas oder Schulen nachweisen, dass sie gegen die Infektionskrankheit geimpft sind.

Gesundheits-Apps auf Rezept

Patienten können bestimmte Gesundheits-Apps fürs Handy bald auf Rezept ihres Arztes von der Krankenkasse bezahlt bekommen. Der Bundesrat billigte ein entsprechendes Gesetz.

Entlastung für Kinder pflegebedürftiger Eltern

Die Kinder von Pflegebedürftigen werden in den meisten Fällen von Kosten fürs Pflegeheim befreit. Sie müssen sich künftig erst ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von 100.000 Euro finanziell an der Pflege der Eltern beteiligen.

Änderungen im Steuerrecht

Neues Jahr, neue Regeln: Im Januar 2020 steigt das Wohngeld, Arbeitnehmer in Mitarbeiterwohnungen können Steuern sparen und der Grundfreibetrag wird angehoben. Was sich sonst noch ändert.

Mehr Geld für Trennungskinder

Am 1. Januar 2020 tritt die neue Düsseldorfer Tabelle in Kraft. Sie sieht höhere Bedarfssätze vor allem für minderjährige Trennungskinder vor. Allerdings steigt auch der sogenannte Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen.

Die Bonpflicht kommt

Ein Brötchen in der Bäckerei oder ein Bier im Kiosk kaufen - ab dem 1. Januar 2020 soll es dafür immer einen Kassenzettel geben. Was die Bonpflicht für Händler und Verbraucher bedeutet.

Leichenschau wird teurer

Die Gebühren für die Leichenschau sind Anfang 2020 gestiegen. Wie teuer es am Ende wird, richtet sich unter anderem nach Uhrzeit, Wochentag und Anfahrtsweg - ab 25 Kilometern bekommt der Arzt sogar eine Reiseentschädigung.

Fernsehtum Alexanderplatz
© JFL Photography/stock.adobe.com

2020 - Highlights

Ausstellungen, Events und Konzerte: Eine Übersicht der Highlights im Berliner Kulturkalender 2020. mehr

Aktualisierung: Montag, 6. Januar 2020 09:06 Uhr