Jahreswechsel: Das ändert sich 2019

Jahreswechsel: Das ändert sich 2019

Im neuen Jahr kommen auf Verbraucher in vielen Bereichen Neuerungen zu. Die wichtigsten Änderungen für 2019 im Überblick.

Bargeld

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Ein bisschen mehr Geld für ALG-II-Bezieher, höhere Beiträge zur Pflegeversicherung, ein Recht auf befristete Teilzeit, Fahrverbote: Auch zum Jahreswechsel 2018/2019 stehen wieder einige Änderungen an. Die wichtigsten im Überblick.

Dieselautos: Fahrverbote in Berlin

Ab voraussichtlich Mitte des Jahres 2019 sollen auf einigen Straßen in der Hauptstadt Fahrverbote für Dieselautos mit der Abgasnorm Euro 5 und älter umgesetzt werden. Grundlage ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin zur Einhaltung der Stickoxidgrenzwerte.

Schülerticket: Für Berliner Schüler kostenlos

Die rot-rot-grüne Landesregierung hat beschlossen, das Schülerticket ab dem 1. August 2019 für alle Schüler kostenlos anzubieten. Damit wird die Regelung auch auf Kinder ausgeweitet, deren Eltern nicht auf Sozialleistungen angewiesen sind. Ein weiterer Beschluss: Auch das Schulessen in Grundschulen wird kostenlos.

BSR: Müllabfuhr und Straßenreinigung teurer

Die Berliner müssen vom kommenden Jahr an mehr für die Müllabfuhr und die Straßenreinigung bezahlen. Hauptgrund sind Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR).

Frauentag: Der 8. März wird Feiertag

Die Berliner bekommen einen weiteren gesetzlichen Feiertag. Der Internationale Frauentag am 8. März hat den Zuschlag bekommen. Wenn alles klappt, wird der neue Feiertag schon im Jahr 2019 zum ersten Mal gefeiert.

Hunde: Ab sofort gilt allgemeine Leinenpflicht

Dank der neuen Hundeverordnung müssen Berlins Hunde nun fast immer und überall angeleint sein. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Ordnungsgeld rechnen. Doch wie fast immer gibt es zahlreiche Ausnahmen für die neue Regelung.

Hartz IV: Empfänger erhalten mehr Geld

Alleinstehende, die Hartz IV beziehen, bekommen ab 2019 acht Euro mehr im Monat. Der Regelsatz steigt damit auf 424 Euro. Wer mit einem anderen bedürftigen Erwachsenen wie beispielsweise dem Ehepartner in einer Wohnung lebt, erhält nun 382 Euro.

Pflegeversicherung: Beitragssatz steigt

Für die Pflegeversicherung müssen die Menschen ab Januar 2019 tiefer in die Tasche greifen. Mit der Anhebung sollen die Finanzen der Pflegekassen stabilisiert und die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessert werden.

Krankenversicherung: Entlastung für Arbeitnehmer

Die Kosten im Gesundheitswesen dürften in den nächsten Jahren weiter steigen. Aber die Versicherten müssen das nicht mehr allein schultern - die Arbeitgeber sind künftig wieder zu gleichen Teilen dabei.

Brückenteilzeit: Recht auf Rückkehr in Vollzeit

Wer in Teilzeit gehen will, war für die Rückkehr in Vollzeit bisher auf das Einverständnis des Arbeitgebers angewiesen. Das wird ab kommendem Jahr anders. Doch nicht alle profitieren von der Regelung.

Gaspreis: Netzgebühren treiben Peise

Gas wird deutlich teurer - zumindest in einigen Bundesländern. Betroffene Verbraucher zahlen im Schnitt ganze sieben Prozent mehr. Grund sind die steigenden Netzgebühren und Entwicklungen im Großhandel.

Mindestlohn: 35 Cent mehr pro Stunde

Zum 1. Januar 2019 steigt der gesetzliche Mindestlohn. Für einige Minijobber ist daher eine Vertragsanpassung notwendig, damit sie nicht über die 450-Euro-Grenze kommen.

Gesundheitskarte: Erste Generation ungültig

Gesetzlich Versicherte sollten prüfen, welche Kennzeichnug ihre Gesundheitskarte trägt. Denn Karten der Generation «G1» sind ab Januar 2019 nicht mehr gültig. Das schließt auch Karten der sogenannten Generation 1 Plus mit ein.

Bafög: Deutliche Erhöhung erwartet

In den vergangenen Jahren studierten immer weniger junge Leute mit Bafög. Nun soll eine kräftige Erhöhung helfen. Auch die Zahl der Empfänger soll steigen. Doch Kritiker sind skeptisch.

Rente: Erhöhung um mehr als 3 Prozent

Deutschlands Rentner können sich mal wieder freuen. Die gesetzliche Altersvorsorge erhöht sich um mehr als drei Prozent. Dabei gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen neuen und alten Bundesländern.

Mütterrente: Ein Rentenpunkt mehr je Kind

Das Rentenpaket der Bundesregierung umfasst auch Anpassungen bei der Mütterrente. Ab dem 1. Januar erhalten Mütter und Väter für vor 1992 geborene Kinder für jedes Kind ein halbes Jahr Erziehungszeit zusätzlich bei der Rente angerechnet.

Steuern: Höhere Freibeträge, mehr Zeit

Im neuen Steuerjahr steigen die Einkommensgrenzen für alle Steuersätze, der sächliche Kinderfreibetrag wird neu festgesetzt. Änderungen gibt es auch bei der Abgabefrist für die Steuererklärung, Sachbezugswerten, Dienstwagen und Jobticket.

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Aktualisierung: Mittwoch, 2. Januar 2019 12:26 Uhr