Telekom: Alte Miettelefone kündigen

Telekom: Alte Miettelefone kündigen

Wer noch ein Uralt-Telefon zur Miete von der Telekom hat, kann es bald nicht mehr nutzen - und zahlt seit Jahren unnötig Geld an den Konzern.

Fernsprech-Tischapparat 791-1

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Mit diesem Fernsprech-Tischapparat 791-1 kann man an einem IP-Anschluss niemanden mehr anrufen - es sei denn man investiert in einen Konverter.

Bis 2018 will die Telekom alle verbliebenen analogen Telefonanschlüsse auf digitale umgestellt haben. Im Zuge dieser Entwicklung sollten gerade ältere Kunden derzeit prüfen, ob sie noch ein Telefon von der Telekom gemietet haben, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. 

Miettelefone sind teuer und bald nutzlos

Die alten Geräte kosten zum einen meist zwischen zwei und vier Euro Miete im Monat - Geld, das man sich sparen könnte, da schnurgebundene Apparate schon für 10 und schnurlose Telefon bereits für 20 Euro zu haben sind. Zum anderen werden sich nach der Umstellung mit diesen alten Apparaten nur noch Anrufe entgegennehmen lassen.

Anrufen nicht mehr möglich

Aktiv anrufen wird man mit ihnen aber nicht mehr können, warnen die Verbraucherschützer. Das gilt zumindest dann, wenn der Kunde einen Router bekommt, weil er etwa auch Internet bestellt hat. Betroffen sind nicht nur ganz alte Wählscheibentelefone, sondern auch alte Tastentelefone, die nur nach dem sogenannten Impulswahlverfahren (IWV) arbeiten. Sie tragen meist die Abkürzungen FeTAp oder FeWAp in der Modellbezeichnung oder haben Namen wie Actron B oder Dallas.

IWV-Telefone ohne Router funktionieren noch

Wer seinen reinen Telefonanschluss behält, muss dagegen nach Telekom-Angaben nichts unternehmen. In diesem Fall funktionieren auch alte IWV-Apparate direkt am Anschluss weiter im vollen Umfang. Nur Telefone, die an einen Router angeschlossen werden, sollten das sogenannte Mehrfrequenzwahlverfahren (MFV) unterstützen, das oft auch als Tonwahlverfahren bezeichnet wird.

Telekom-Miettelefon schnell kündigen

Da die Mietgeräte monatlich kündbar sind, empfehlen die Verbraucherschützer, gleich die nächste Rechnung auf Posten wie analoge Festnetztelefone und Telefonzusatzgeräte zu prüfen. Die Kündigung funktioniert telefonisch bei der Kundenhotline. Die Telefonnummer steht auf der Rechnung. Falls das nicht klappt, sollte man den Angaben zufolge einen Kündigungsbrief an die Telekom-Adresse schicken, die sich ebenfalls auf der Rechnung findet.

IMV-MFV-Konverter kostet ab 50 Euro

Wer ein Uralt-Telefon aus nostalgischen Gründen oder weil ihm das Design gefällt, am Router unbedingt weiternutzen möchte, hat auch diese Möglichkeit - muss dafür aber mindestens 50 Euro investieren: So viel kostet im Elektronikhandel ein sogenannter IMV-MFV-Konverter, der zwischen Router und Telefon gehängt wird und die Wählimpulse des alten Apparates in Wähltöne umwandelt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 28. März 2017 09:33 Uhr