Pfandflaschen: Müssen Händler alle Flaschen annehmen?

Pfandflaschen: Müssen Händler alle Flaschen annehmen?

Wer Pfandflaschen verkauft, muss sie auch zurücknehmen. Das gilt sogar für Flaschen aus fremden Geschäften. Eine Ausnahme gibt es aber doch.

PET-Flaschen

© dpa

Händler, die PET-Einwegflaschen verkaufen, müssen für alle gekennzeichneten Flaschen einen Pfand auszahlen - auch wenn sie aus einem anderen Geschäft stammen.

Bei Pfandflaschen stellt sich mancher Händler quer. Einige Einschränkungen sind aber unzulässig. So müssen Händler den Pfand auch auszahlen, wenn Kunden nichts im Laden kaufen. Für Pfandbons dürfe außerdem generell kein Verfallsdatum gelten. Darauf weist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hin.

Ausnahmen für kleine Geschäfte

Wer PET-Einwegflaschen verkauft, müsse sie auch zurücknehmen. Das gelte auch für Getränkemarken, die im eigenen Geschäft nicht verkauft werden. Eine Ausnahme gelte nur für kleine Geschäfte mit weniger als 200 Quadratmetern Ladenfläche.

Flaschenpfand: Höhe nicht verhandelbar

Die Höhe des Flaschenpfands ist nicht verhandelbar. Händler müssen Verbrauchern den gesetzlich vorgeschriebenen Betrag auszahlen. Bei Einwegflaschen mit dem DPG-Zeichen erhalten Verbraucher 25 Cent zurück. Für die meisten Bier-Flaschen gibt es 8 Cent und für andere Mehrwegflaschen 15 Cent. Bei Letzteren handelt es sich meist um Glasflaschen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 23. Februar 2018 13:16 Uhr