Bezahlen: Händler müssen nicht jeden Geldschein annehmen

Bezahlen: Händler müssen nicht jeden Geldschein annehmen

Produkt- und Dienstleistungsanbieter haben oft nicht genügend Wechselgeld. Deswegen nehmen sie nur ungern große Scheine an. In manchen Fällen sind sie dazu berechtigt.

Euro-Noten

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Geldschein und Preis der gekauften Ware oder Dienstleistung müssen im angemessenen Verhältnis stehen.

Ein Händler muss nicht jede Euro-Note annehmen. Zwar sind Banknoten gesetzliche Zahlungsmittel, erklärt der Bundesverband deutscher Banken in Berlin. Allerdings muss der verwendete Geldschein in einem angemessenen Verhältnis zum Preis der gekauften Ware oder Dienstleistung stehen.

Kaugummi mit 100-Euro-Schein bezahlen?

Ein Beispiel: Will ein Käufer eine Packung Kaugummi mit einem 100-Euro-Schein bezahlen, muss der Händler die Banknote nicht annehmen, wenn er glaubhaft versichern kann, dass er zu wenig Wechselgeld in der Kasse hat.

Gesetzliche Obergrenze für Münzen

Für Münzen gibt es in Deutschland sogar eine gesetzliche Obergrenze: Niemand ist nach Angaben des Bankenverbandes verpflichtet, mehr als 50 Münzen auf einmal anzunehmen. Das gilt für Geschäfte, Gaststätten, Hotels, Behörden und Tankstellen ebenso wie für Privatpersonen.

Münzen in Scheine umtauschen

Größere Mengen Kleingeld können in beliebiger Stückzahl kostenfrei bei den Filialen der Deutschen Bundesbank in Banknoten eingetauscht werden. Eine Übersicht mit Adressen und Öffnungszeiten gibt es auf der Internetseite der Bundesbank.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. Januar 2017 12:30 Uhr