Berliner Testament: Änderung nach Tod des Partners?

Berliner Testament: Änderung nach Tod des Partners?

Entschließt sich ein Paar zu einem Berliner Testament, sollten einige Dinge schon im Voraus abgesprochen werden. Denn die Verfügung gilt auch dann, wenn einer der Partner stirbt.

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Bei einem Berliner-Testament wird festgelegt, dass nach dem Tod des Partners der Hinterbliebene den Nachlass erhält.

Vereinbart ein Ehepaar oder eine eingetragene Partnerschaft ein Berliner Testament, sollte schriftlich festgelegt werden, über welche Punkte einseitig verfügt werden darf - was also einer allein etwa nach dem Tod des Partners noch ändern kann. Darauf macht die Bremer Notarkammer aufmerksam.

Berliner Testament kann nicht verändert werden

Denn die wechselseitige Verfügung gilt ein Leben lang. Fehlt ein solcher Eintrag, kann grundsätzlich nichts mehr verändert werden. So auch nicht die Erbquote, wenn sich ein Kind beispielsweise mehr um das alleinstehende Elternteil kümmert und deshalb beim Nachlass begünstigt werden soll.

Berliner Testament: Partner wird Alleinerbe

Denn das Berliner Testament funktioniert so: Die Partner setzen sich wechselseitig als Alleinerben ein. Stirbt einer der beiden, erhält der andere also zunächst das gesamte Erbe. Kinder, Verwandte oder Dritte erben in der Regel erst dann, wenn auch der Partner gestorben ist. Vorher steht ihnen lediglich ein Pflichtteil zu.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. September 2016 12:24 Uhr