Schulschwänzer riskieren ihren Unterhaltsanspruch

Schulschwänzer riskieren ihren Unterhaltsanspruch

Wer ständig die Schule schwänzt, kann seinen Anspruch auf Unterhalt verlieren. Allerdings nur dann, wenn keine gesetzliche Schulpflicht besteht.

schule schwänzen unterhalt

© dpa

Schulpflichtige Kinder haben generell einen Anspruch auf Unterhalt - auch wenn sie schwänzen.

Wer ständig die Schule schwänzt, kann mitunter seinen Anspruch auf Unterhalt riskieren. Allerdings nur, wenn für den Schüler keine gesetzliche Schulpflicht mehr besteht. Das entschied zuletzt das Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt (Az.: 5 UF 50/15).

Vater verweigert Unterhalt, nennt Schwänzen als Grund

Das Gericht verurteilte mit seinem Beschluss einen Vater, an seinen Sohn den gesetzlichen Mindestunterhalt zu zahlen. Der Vater hatte die Zahlungen unter anderem mit der Begründung verweigert, der Sohn habe monatelang die Schule nicht besucht. Das OLG ließ das Argument aber nicht gelten.

Unterhaltspflicht der Eltern bei schulpflichtigen Kindern

Die Richter betonten, das Schulschwänzen lasse den Unterhaltsanspruch nicht zwangsläufig entfallen. Denn bis zum 31. Juli 2015 sei der Sohn noch schulpflichtig gewesen. Für schulpflichtige Kinder bestehe aber in jedem Fall eine Unterhaltspflicht der Eltern.

Kinder hätten kein Geld verdienen können

Für solche Kinder könne nicht unterstellt werden, sie hätten während der Zeit des Schwänzens einer Beschäftigung nachgehen und Geld verdienen können.
Gut betreut vom Babysitter
© dpa

Familien-Ratgeber

Ratgeber für Familien in Berlin mit Tipps zu Kindererziehung, Umgang mit Teenagern, Generationenfragen, Schule, Kita und mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. Januar 2016 13:16 Uhr