Privatinsolvenz: Schichtzuschläge dürfen nicht gepfändet werden

Privatinsolvenz: Schichtzuschläge dürfen nicht gepfändet werden

Bei einer Privatinsolvenz sind Zulagen für Arbeit an Sonn- und Feiertagen sowie Nachtschichten von der Pfändung ausgenommen. Der Grund: Sie zählen zu den Erschwerniszuschlägen.

Pfändungsschutz Privatinsolvenz

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Arbeit zu ungünstigen Zeiten: Erschwerniszuschläge dürfen bei einer Privatinsolvenz nicht gepfändet werden.

Schichtzulagen sowie Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit sind unpfändbar. Bei einem Insolvenzverfahren darf der Insolvenzverwalter nicht darauf zugreifen.

Zuschläge für Nachtschichten, Sonn- und Feiertage

In einem verhandelten Fall hatte ein Mann bei einem Landkreis in Wechselschicht gearbeitet. Dazu gehörten Nachtschichten, aber auch Sonn- und Feiertagsarbeit.

Pfändungsgrenze gilt nicht für Schichtzulage

Nachdem er Privatinsolvenz angemeldet hatte, trat er seine Einkünfte oberhalb der Pfändungsfreigrenze an eine Treuhänderin ab. Ihr wurden auch seine Zuschläge ausbezahlt. Dagegen wehrte sich der Mann. Mit Erfolg. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein hin.

Schichtzuschläge sind generell unpfändbar

Er bezieht sich auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (Az.: 3 Sa 1335/14). Zuschläge für Wechselschicht sowie für Tätigkeiten zu ungünstigen Zeiten sind Erschwerniszuschläge. Sie seien generell unpfändbar. Der Mann habe Anspruch auf die Auszahlung, entschied das Gericht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. November 2015 12:30 Uhr