Mütterrente: Anspruch, Antrag und Höhe

Mütterrente: Anspruch, Antrag und Höhe

Dank Mütterrente haben viele Versicherte Aussicht auf etwas mehr Geld im Alter. Aber wer hat Anspruch auf die Mütterrente? Und was muss man dafür tun?

Mütterrente

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Im Prinzip hat jeder Anspruch auf die Mütterrente, der vor 1992 ein Kind erzogen hat.

Die Mütterrente, die zum 1. Juli 2014 eingeführt wurde, bekommen anspruchsberechtigte Versicherte nicht immer automatisch. «Man muss unterscheiden zwischen denen, die schon in Rente sind, und denen, die noch in Rente gehen», erklärt Dirk Manthey von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wer hat Anspruch auf Mütterrente?

«Im Prinzip hat jeder Anspruch auf die Mütterrente, der vor 1992 ein Kind erzogen hat», erklärt Manthey. Also auch Männer, wenn sie hauptsächlich die Erziehungsarbeit übernommen haben. Vorher wurden für sie ein Jahr als Beitragszeit auf dem Konto der Versicherten gutgeschrieben. Mit der Mütterrente wird für vor 1992 geborene Kinder ein zusätzliches Jahr als Kindererziehungszeit angerechnet.

Wie hoch ist die Mütterrente?

Für die Kindererziehungszeit bekommt der Versicherte einen sogenannten Entgeltpunkt mehr. Ein Punkt ist im Moment 30,45 Euro in den alten Bundesländern und 28,66 Euro in den neuen Ländern wert (Stand: September 2018). Im Westen gibt es mehr Geld als im Osten, weil die Entwicklung der Renten der Entwicklung der Löhne folgt. Und im Osten sind diese eben nach wie vor geringer.

Was muss man tun, wenn man schon Rente bezieht?

Nichts. «Für diejenigen, die schon Rente beziehen, gibt es eine pauschale Regelung», erklärt Manthey. Denn bei der Deutschen Rentenversicherung hat man für diese Gruppe schon Informationen darüber, wer vor 1992 Kinder erzogen hat. Pauschal werde dann ein Entgeltpunkt pro Kind mehr berücksichtigt. Eine individuelle Einzelfallprüfung erfolgt nicht.

Antrag stellen, wenn man noch keine Rente bezieht?

Wer noch nie einen Antrag auf Anerkennung von Kindererziehungszeiten gestellt hat, sollte das allerspätestens beim Rentenantragsverfahren nachholen. Die Rentenversicherung verschickt erstmals mit Erreichen des 43. Lebensjahres im Rahmen des Kontenklärungsverfahrens einen Hinweis, dass die Berücksichtigung der Kindererziehungszeiten geltend zu machen ist. Das Antragsformular liegt dem Schreiben bei. Spätestens im Rentenantragsverfahren sollte die Rentenversicherung über die Erziehungszeiten informiert sein.
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Quelle: dpa/Bundesministerium für Arbeit und Soziales/BerlinOnline

| Aktualisierung: Dienstag, 18. September 2018 15:29 Uhr