Testament: Gemeinsam abgeschlossen bleibt es unverändert

Testament: Gemeinsam abgeschlossen bleibt es unverändert

Wenn Partner ein gemeinsames Testament aufgesetzt haben und einer der Partner stirbt, kann es zu Problemen kommen, sollte man das Testament ändern wollen. Darauf hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm nach einer Entscheidung in einem Erbschaftsverfahren hingewiesen.

Handschriftlich verfasstes Testament

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Ein Familienvater und seine zweite Ehefrau hatten sich im gemeinsamen Testament wechselseitig als Erben eingesetzt sowie die beiden Töchter aus erster Ehe als sogenannte Schlusserben. Nach dem Tod des Mannes hatte eine der Töchter bereits den Pflichtteil verlangt und auch erhalten. Später änderte die Ehefrau das Testament und setzte ihre eigene Tochter als Miterbin für das verbliebene Vermögen ein. Die zweite Tochter aus erster Ehe verlangte aber nach Tod ihrer Stiefmutter einen alleinigen Erbschein.

Gemeinsames Testament lässt sich nicht nachträglich ändern

Das OLG kam der Forderung nach und bestätigte einen Beschluss des Amtsgerichts Gelsenkirchen-Buer. Nachträglich könne das gemeinsame Testament nicht mehr geändert werden, erklärte das Gericht. Es sei denn, das Testament enthalte ausdrücklich die Änderungsmöglichkeit durch den überlebenden Partner. Der OLG-Beschluss vom 27.11.2012 ist rechtskräftig (Az.: I-15 W 134/12).
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. Januar 2013 17:30 Uhr

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