Kreditgebühren können zurückgefordert werden

Kreditgebühren können zurückgefordert werden

Banken dürfen Kunden keine Bearbeitungsgebühren für einen Kredit berechnen. Wie Kunden ihr Geld zurückfordern können.

Kreditgebühren sind nicht erlaubt

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Bankkunden sollten sich an ihr Geldinstitut wenden und die Bearbeitungsgebühren für den Kredit schriftlich zurückfordern.

Die Praxis von Kreditinstituten, für den Abschluss eines Kreditvertrages ein Entgelt zu berechnen, sei rechtswidrig, erklärt das Institut für Finanzdienstleistungen (iff). Es beruft sich auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Dresden. Nachdem das beklagte Geldinstitut die zugelassene Revision vor dem Bundesgerichtshof (BGH) zurückgenommen habe, sei das Urteil nun rechtskräftig.

Gebühren werden im Kreditvertrag ausgewiesen

In der Regel stellen Geldinstitute nach Angaben des iff ihren Kunden bei Verbraucherdarlehen Bearbeitungsgebühren in Höhe von zwei bis drei Prozent des Nettodarlehensbetrages in Rechnung. Diese Gebühren würden im Kreditvertrag ausgewiesen. Nach Ansicht des OLG Dresden stellt die Bearbeitung eines Kreditantrags aber keine Leistung für den Kunden dar, sondern erfolgt im eigenen Interesse der Bank.

Kreditgebühren schriftlich zurückfordern

Daher könnten sich betroffene Kunden nun an ihr Geldinstitut wenden und das Geld schriftlich zurückfordern, empfiehlt das iff. Zurückverlangen könnten sie nicht nur die Bearbeitungsgebühr, sondern auch die Zinsen hierauf, erklärt das Institut. Die Verjährungsfrist für Ansprüche beträgt in der Regel drei Jahre.

Aktenzeichen: 8 U 562/11

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 11. September 2012 17:33 Uhr