Weihnachtsgeld anlegen: Fünf Tipps von Experten

Weihnachtsgeld anlegen: Fünf Tipps von Experten

Weihnachtsgeld kann man für Geschenke ausgeben, sparen- oder investieren. Fünf Anlagetipps von Experten.

Weihnachtsgeld

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Ende des Jahres können sich viele Arbeitnehmer über Weihnachtsgeld freuen.

Am Ende des Jahres zahlen viele Unternehmen ihren Beschäftigten Weihnachtsgeld. Einer Umfrage des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung zufolge bekommen gut 54 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland eine solche Jahressonderzahlung. Jedes Jahr stellt sich dabei die gleiche Frage: Sparen oder ausgeben?

Sichere Geldanlage trotz niedriger Zinsen?

Die Antwort lautet wie so oft: Es kommt darauf an. «Das Geld sicher anzulegen, ist im Moment nicht so einfach», erklärt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. «In der derzeitigen Niedrigzinsphase können Sie oft bestenfalls gerade einmal die Inflationsrate ausgleichen.»

1. Weihnachtsgeld aufs Tagesgeldkonto oder in Festgeldanlage

Bei sicheren Geldanlagen wie Tagesgeldkonten ist derzeit nur wenig Rendite möglich. Mehr als 1,3 Prozent Zinsen bekommen Neukunden laut FMH-Finanzberatung derzeit nicht. Garantiert ist ein solcher Zinssatz aber nur bis zum 31. Dezember. Mehr Zinsen gibt es bei Festgeldanlagen. Hier zahlen Anbieter bis zu 2,2 Prozent (Stand: 11.11.14). Dann ist das Geld aber für drei Jahre fest gebunden.

2. Weihnachtsgeld erstmal auf dem Girokonto lassen

«Lassen Sie das Weihnachtsgeld einfach erstmal auf ihrem Konto», rät Scherfling. Der Grund ist einleuchtend: Am Jahresanfang werden viele Versicherungsbeiträge fällig, zum Beispiel die Kfz-Versicherung. Wer dann im Januar ein Polster auf dem Girokonto hat, kann die Beiträge zahlen, ohne ins Minus zu rutschen.

Versicherungen besser jährlich zahlen

Eine jährliche Zahlungsweise hat bei langfristigen Versicherungspolicen nach Ansicht des Verbraucherschützers ohnehin einen entscheidenden Vorteil: Sie ist billiger. Denn wer seine Beiträge für Auto- oder Lebensversicherung monatlich, viertel- oder halbjährlich bezahlt, muss mit einem Aufschlag zwischen drei bis fünf Prozent rechnen.

3. Weihnachtsgeld als Sondertilgung des Kredits verwenden

Immobilienbesitzer, die noch Kredite abzahlen müssen, können das Weihnachtsgeld im Rahmen einer Sondertilgung auch dafür verwenden. Auch hier können Sparer deutlich mehr rausholen als mit einer Anlage auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto, denn die Darlehenszinsen sind in der Regel deutlich höher als die Sparzinsen. Wer seine Außenstände schneller los ist, spart sich die hohen Kreditzinsen. Schuldentilgung kann finanziell also die bessere Form der Geldanlage sein.

4. Weihnachtsgeld in Aktien anlegen

Wer seine Versicherungsbeiträge gezahlt und seine Schulden getilgt hat, kann sein Weihnachtsgeld oder Jahresbonus aber auch gewinnbringend anlegen. Wenn man das Geld eine Weile nicht braucht, kann man auch in Aktien investieren. Der Anlagehorizont spielt hierbei eine wichtige Rolle. Aktienkurse schwanken schließlich im Wert. Über die Jahre gleichen sich Verluste aber oft wieder aus.

5. Weihnachtsgeld in börsengehandelte Indexfonds investieren

Dabei müssen Anleger nicht unbedingt Einzelaktien kaufen. Sie können ihr Weihnachtsgeld auch in einen Fonds investieren. Für Einsteiger geeignet sind passive börsengehandelte Indexfonds (ETF). Ihr Vorteil gegenüber gemanagten Fonds: Sie sind kostengünstiger, weil der Ausgabeaufschlag geringer ist und eine Gebühr für einen Fondsmanager oft nicht anfällt. Unerfahrene Anleger sollten besser marktbreite ETFs wählen. Hier ist das Risiko durch die breite Streuung gemindert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. November 2014 13:34 Uhr

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