Berufstätige Mütter sehen Partner oft als weiteres Kind

Berufstätige Mütter sehen Partner oft als weiteres Kind

Für alleinerziehende Mütter ist der Alltag sehr anstrengend. Allerdings finden Frauen ihre Situation nicht viel einfacher, wenn sie ihre Kinder mit einem Partner großziehen.

Mutter mit Kindern

© dpa

Viele Mütter fühlen sich bei der Kindererziehung von ihren Partnern alleingelassen.

Ein Drittel der berufstätigen Mütter (32 Prozent) fühlt sich trotz Partner alleinerziehend. Das hat eine repräsentative Umfrage des Rheingold Instituts im Auftrag von Procter & Gamble ergeben.

Frauen übernehmen Mutter- und Vaterrolle

Ähnlich viele (33 Prozent) sind der Ansicht, ihr Partner sei eigentlich ein weiteres Kind von ihnen. Dass sie sowohl Mutter- als auch Vaterrolle übernehmen, gaben sogar zwei Drittel (69 Prozent) der berufstätigen Frauen an. Gut die Hälfte (51 Prozent) bringt die Kinder lieber selbst ins Bett, bevor sie sich mit ihrem Mann darüber auseinandersetzt, dass er das auch machen könnte.

Mütter stellen eigene Bedürfnisse zurück

Theoretisch wissen die meisten Frauen (86 Prozent), dass es ihren Kindern nicht schadet, wenn sie auch mal an sich denken. Die Realität aber scheint anders auszusehen. So stellt fast die Hälfte der Mütter (46 Prozent) fest, dass sie und ihre Bedürfnisse hinten anstehen.

Mehr als 1000 berufstätige Mütter befragt

Das Rheingold Institut befragte zusammen mit der Online-Plattform for-me-online.de von Oktober 2016 bis Januar 2017 mehr als 1000 in Teil- oder Vollzeit berufstätige Mütter zwischen 20 und 50 Jahren mittels eines Online-Fragebogens. 40 weitere wurden am Telefon interviewt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 8. Mai 2017