Berlin will flexiblere Kinderbetreuung organisieren

Berlin will flexiblere Kinderbetreuung organisieren

Schichtarbeit, Wochenenddienst und zugleich Eltern sein - das ist für viele Berliner schwer zu organisieren. Die rot-rot-grüne Landesregierung will jetzt einspringen.

Bunte Zahnputzbecher und Handtücher

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Bunte Zahnputzbecher stehen in einer Kita. Foto: Sonja Marzoner/Archiv

Die Berliner Landesregierung will Alleinerziehenden mit einer flexiblen Kinderbetreuung unter die Arme greifen. «Das kann dazu führen, dass Frauen, die früher Teilzeit arbeiten und aufstocken mussten, Vollzeit arbeiten können und nicht mehr aufstocken müssen», sagte Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Sie könnten «ihr eigenes Leben leben und trotzdem immer das Gefühl haben, mein Kind ist gut aufgehoben».

Meiste Kitas in Berlin nur wochentags geöffnet

Die meisten regulären Kitas und Horte in der Hauptstadt sind nur an Wochentagen und auch nur bis 18 Uhr geöffnet. Das stellt vor allem Alleinerziehende vor Probleme, die in Dienstleistungs- und kreativen Berufen oft spät abends und am Wochenende arbeiten.

Fexible Kinderbetreuung: Was heißt das?

Bei der flexiblen Kinderbetreuung kann eine Betreuerin laut Breitenbach beispielsweise morgens ins Haus kommen, die Kinder wecken und in die Kita oder Schule bringen. Wenn Mutter oder Vater Nachtschicht haben, werden die Kinder in der Kita abgeholt, zu Hause versorgt und ins Bett gebracht.

Plätze werden über Bezirksamt vergeben

«Das wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie flächendeckend eingeführt», kündigte Breitenbach an. Die Plätze würden dann über das Bezirksamt vergeben. Ein ähnliches Konzept gab es bis 2012 bereits am Frauenzentrum Paula Panke im Bezirk Pankow.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 8. März 2017