Ferienlager: Tipps für besorgte Eltern

Ferienlager: Tipps für besorgte Eltern

Das erste Ferienlager ist auch für die Eltern ein großer Schritt. Worauf sie vor der Fahrt achten sollten, damit das Sommercamp für die Kinder nicht zum Reinfall wird.

Sommercamp am Meer

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Verbringen Kinder einige Ferientage in einem Sommercamp, sollten Eltern den Anbieter vorher genau prüfen.

Irgendwann wollen Kinder das erste Mal ohne die Eltern in den Urlaub, oft ist das dann ein Ferienlager. «Am wichtigsten ist dabei die Gruppenerfahrung», sagte Dennis Peinze vom Bundesforum Kinder- und Jugendreisen. Oft bleiben die Eltern mit einem mulmigen Gefühl zurück. Damit das Ferienlager nicht zum Desaster wird, sollten Familien schon vor der Reise auf ein paar Dinge achten.

Qualität von Ferienlager überprüfen

Das Bundesforum prüft die Qualität von Ferienlagern- zum Beispiel der Unterkünfte. Anbieter von Jugendreisen können gemeinnützige oder gewerbliche Betreiber sein, von Kirchen bis zum Sportverein. «Heutzutage kann jeder, der ein Haus hat, sagen, dass er eine Jugendfreizeit aufmacht», sagt Peinze. Deshalb rät er Eltern, auf mehrere Kriterien zu achten. Ein guter Service fängt bei der Buchung an: Gibt es eine Rücktrittsversicherung? Können die Eltern die Betreuer bei einem Infoabend kennenlernen?

Telefonieren hilft gegen Heimweh

Während der Reise sollten Eltern mit ihren Kindern telefonieren können. Heimweh kann die Reise schnell zur Qual machen. «Die erste Reise des Kindes sollte in der Nähe geschehen, um es bei Heimweh kostengünstig abholen zu können», rät Peinze. Das Kind mit acht Jahren nach Italien zu schicken, sei keine gute Idee.

Gute Betreuung im Ferienlager erkennen

Die Kosten der Reise und das Taschengeld sind je nach Reiseziel unterschiedlich. «Fünf Tage auf dem Bauernhof kosten weniger als zwei Wochen in Spanien», sagt Peinze. «Der Preis darf aber nicht das ausschlaggebende Kriterium sein», meint er. Viel wichtiger seien beispielsweise die Betreuer. «Gute Betreuer erkennt man an der Aus- und Weiterbildung,» erklärt Peinze.

Ins Ferienlager trotz Einschränkungen?

Auch wenn die Kinder besondere Unterstützung brauchen, weil sie vielleicht eine Krankheit haben, dürfen sie ins Ferienlager. Ein guter Reiseveranstalter nehme darauf Rücksicht, wenn ein Kind sich beispielsweise vegetarisch ernährt oder bestimmte Allergien hat. Und: «Inklusion ist wichtig,» sagt Peinze. Er verweist auf Verbände, die Kinder mit einer Behinderung bei ihren Reisen unterstützen. Ein Beispiel ist der Verein Freizeit ohne Barrieren.
Eis essen
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. Juni 2018