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TÜV: Schwimmflügel und Luftmatratzen sind oft gefährlich

Der TÜV hat Schwimmtiere und Luftmatratzen getestet. Das Ergebnis: Billigangebote aus Strandbuden oder Souvenirshops können für Kinder lebensgefährlich sein.
Aufblasbares Wasserspielzeug im Test
Vorsicht mit minderwertigem aufblasbarem Wasserspielzeug: Es kann für Kinder lebensgefährlich werden. © dpa

Am Strand gekaufte Schwimmsitze für Babys und Kleinkinder sind häufig lebensgefährlich. Es könne ein «unmittelbares Risiko des Ertrinkens» drohen, warnte der TÜV Rheinland am Dienstag (16. Juli) in Köln. Das Prüfunternehmen testete Wasserspielzeug und Baby-Schwimmsitze aus Urlaubsorten in Deutschland, Spanien, Italien, Griechenland, Belgien und den Niederlanden.

TÜV: Viele Badeartikel sind unsicher

Untersucht wurden insgesamt 50 Produkte, darunter aufblasbare Schwimmtiere und Luftmatratzen aus Souvenirshops und Strandbuden. Der Preis lag bei höchstens zehn Euro. Das Ergebnis: 20 der 50 Badeartikel dürften in der Europäischen Union gar nicht verkauft werden. Sie erfüllten nicht einmal grundlegende Sicherheitsanforderungen.

Schwimmsitze sind für Babys lebensgefährlich

In sechs Fällen fanden die Tester lebensgefährliche Schwimmsitze für Babys und Kleinkinder. Dabei bestehe entweder das Risiko des Herausrutschens oder des Kenterns. Die Schwimmsitze gaukelten den Eltern Sicherheit vor, seien aber lebensgefährlich, sagte TÜV-Expertin Christiane Reckter. «Deshalb sind solche Sitze absolut verboten.»

Schwimmtiere: Kleinteile können sich lösen

Von anderen aufblasbaren Schwimmtieren lösten sich verschluckbare Kleinteile wie Ventilstöpsel. Sechs Wasserspielzeuge enthielten unerlaubt hohe Mengen verschiedener Schadstoffe wie krebserregende Weichmacher.

Testergebnis besser als in den letzten Jahren

Der TÜV hat den Test mittlerweile zum vierten Mal gemacht. Insgesamt sei «ein leicht positiver Trend zu erkennen». So seien 2009 noch mehr als 60 Prozent der gekauften Artikel durchgefallen. Aber immer noch seien viele gefährliche Produkte dabei. Doch woran erkennen Käufer schlechte Artikel?

Der Preis

«Bei 1-Euro-Produkten würde ich sagen: Günstig ist schlecht», sagt TÜV-Expertin Christiane Reckter. Doch teuer muss es auch nicht unbedingt sein: Gute Schwimmsitze zum Beispiel sind laut TÜV schon zwischen 10 und 15 Euro zu haben.

Das Aussehen

Sind Kinderschwimmsitze wie buntes Wasserspielzeug gestaltet, sollten Käufer besser die Finger davon lassen. Zudem müssen die Sitze mit Benutzungs- und Sicherheitshinweisen gekennzeichnet sein und die Anforderungen der Normenreihe EN 13138-1 und EN 13138-3 erfüllen. Das muss auch so auf der Verpackung und dem Produkt stehen.

Das Gefühl

Qualität lässt sich laut Reckter meist schon an der Folienstärke erkennen. Die Faustregel ist einfach: Je dicker, desto besser.

Die Gebrauchsanweisung

Wenn es in der Gebrauchsanweisung oder bei den Warnhinweisen Druckfehler gibt, hat das dazugehörende Produkt meist auch ein Sicherheitsproblem.

Der Verkäufer

Besser schon in Deutschland kaufen, am besten bei großen Handelsketten, die über eine Qualitätssicherung verfügen. In Shops am Strand gekaufte Produkte waren im TÜV-Test oft schlechter.

Die Herkunft

Made in China heißt nicht unbedingt schlecht. 75 Prozent aller Produkte werden laut TÜV Rheinland in China gefertigt. Dabei gebe es auch gute und sichere Produkte.

Der Geruch

Keine Kunststoffprodukte kaufen, die extrem stark und unangenehm riechen. Ein solcher Geruch kann ein Hinweis auf nicht erlaubte Inhaltsstoffe sein.

Quelle: dpa
Aktualisierung: 3. Mai 2016

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