Radweg in falscher Richtung befahren: Hauptschuld bei Unfall

Radweg in falscher Richtung befahren: Hauptschuld bei Unfall

Mal eben entgegen der Fahrtrichtung auf dem Radweg radeln - ein Kavaliersdelikt? Nein, denn kommt es zu einem Unfall, muss der Radfahrer zum überwiegenden Teil haften.

Fahrradweg richtig nutzen

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Radfahrer müssen den Radweg immer in die korrekte Fahrtrichtung nutzen.

Im verhandelten Fall fuhr ein Radler auf einem kombinierten Geh- und Radweg - aber gegen die Fahrtrichtung. Bei einer Straßeneinmündung fuhr er achtlos weiter und wurde von einem Auto erfasst.

Hauptschuld wegen falscher Fahrtrichtung

Das Oberlandesgericht München (Az.: 10 U 4616/15) sprach dem Radler 75 Prozent der Haftung zu. Er sei ohne «rechtfertigenden, entschuldigenden oder wenigstens nachvollziehbaren Grund» in falscher Fahrtrichtung gefahren.

Radfahrer hätte Auto vorbeilassen müssen

Er hätte wie ein Fußgänger anhalten und auf das Auto warten müssen. Der Autofahrer musste die restlichen 25 Prozent des Schadens übernehmen.
Radfahren in Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. April 2017