Reifendruck beim Fahrrad: Daumentest genügt nicht

Reifendruck beim Fahrrad: Daumentest genügt nicht

Weder ein zu hoher noch ein zu geringer Luftdruck ist gut für den Fahrradreifen. Aber warum? Und wie viel bar müssen es denn nun sein? Experten klären auf.

Luftdruck beim Fahrrad

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Ein niedrigerer Luftdruck sorgt für mehr Halt auf glattem Untergrund. Dafür erhöht sich Rollwiderstand und der Verschleiß des Reifens.

Der Daumentest ist zur Überprüfung des Reifendrucks bei Fahrrädern ungeeignet. Denn der Widerstand sei bei jedem Reifen unterschiedlich, sagt Arne Bischoff vom Pressedienst Fahrrad (pd-f).

Herstellerangaben für Reifendruck beachten

Der Druck sollte sich immer im Bereich der Herstellerangaben auf der Flanke des Reifens bewegen. Der Experte empfiehlt deshalb, einen Reifendruckmesser zu verwenden. Bei Alltagsfahrern reiche auch eine Standpumpe mit Manometer. «Einen idealen Reifendruck gibt es nicht.»

Niedriger Reifendruck sorgt für Grip

Ein extra eingestellter niedrigerer Reifendruck kann dafür sorgen, dass der Reifen mehr Auflagefläche und mehr Halt auf glattem Untergrund bekommt. «Niedriger Druck erhöht aber den Rollwiderstand und den Verschleiß des Reifens», erklärt Bischoff.

Hoher Reifendruck mindert Fahrkomfort

Bei höherem Reifendruck leide der Fahrkomfort. Denn der Pneu könne sich nicht so gut an die Oberfläche anpassen. Grundsätzlich rät der pd-f dazu, regelmäßig den Reifendruck zu messen und Reifen, Felgen und Speichen auf Schäden zu kontrollieren.
Radfahren in Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. März 2017