Pedelec-Fahrer unterschätzen oft den Bremsweg

Pedelec-Fahrer unterschätzen oft den Bremsweg

Vor allem ungeübte Pedelec-Fahrer unterschätzen oft die langen Bremswege. Damit steigt auch das Risiko für schwere Unfälle. Der beste Schutz: Üben, Vorsicht - und ein Helm.

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Wer auf ein Pedelec-Rad umsteigt, fährt oft schneller als mit seinem alten Fahrrad. Die hohe Geschwindigkeit sollte beim Bremsen berücksichtigt werden.

Ungeübte Pedelec-Fahrer unterschätzen aufgrund der höheren Geschwindigkeit oft die längeren Bremswege. Darauf weist die Deutsche Verkehrswacht (DVW) hin.

Bei starkem Bremsen drohen Überschlag und Ausbrechen

Pedelecs unterstützen Radler bei Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h beim Treten elektrisch. Wer dann zu stark die Vorderbremse zieht, riskiere einen Überschlag oder könnte bei schlechtem Untergrund wegrutschen. Bei zu einseitiger Nutzung der Hinterbremse besteht die Gefahr, dass das Fahrrad ausbreche.

Anfänger sollten Bremsen üben

Die richtige Kombination sollten die Radler am besten auf einem Platz ohne Verkehr einüben, um ein Gefühl für die Bremsen und das Rad zu bekommen. So lasse sich außerdem der Bremsweg besser einschätzen. Auch wenn für Pedelecs bis 25 km/h keine Helmpflicht bestehe, rät die DVW zum Kopfschutz, um schweren Kopfverletzungen vorzubeugen.

Erhöhtes Verletzungsrisiko bei frisiertem Pedelec

Ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht erst recht, wenn die Leistung des Elektrofahrrades nachträglich gesteigert wird. Außerdem braucht jeder, der sein Rad schneller macht, dafür die Betriebserlaubnis einer Prüfstelle. Nur so lasse es sich im öffentlichen Straßenverkehr bewegen. Darauf verweist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Hürden, diese Erlaubnis für ein selbst frisiertes Bike zu bekommen, seien allerdings hoch.

S-Pedelec nur mit Führerschein und Versicherung

Außerdem entfalle die Garantie des Herstellers. In den Augen des Gesetzgebers ist es dann kein Fahrrad mehr, sondern gilt als Kleinkraftrad. Dafür benötigt man wie auch beim S-Pedelec und E-Bike nach Angaben des GDV einen Führerschein, ein Versicherungskennzeichen - und man muss mindestens 15 Jahre alt sein. Wer ohne Versicherungsschutz mit so einem Gefährt unterwegs ist, riskiert laut GDV, bei einem Unfall zur Rückzahlung aller Kosten verpflichtet zu werden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Mai 2016