Umweltsenatorin Günther: Berliner Luft wird sauberer

Umweltsenatorin Günther: Berliner Luft wird sauberer

Die Berliner Luft ist nach Darstellung von Umweltsenatorin Regine Günther im vergangenen Jahr etwas sauberer geworden.

Regine Günther hält eine Rede

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Regine Günther (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltsenatorin von Berlin, hält eine Rede.

An mehreren Hauptverkehrsstraßen mit automatischen Messstationen sei der Ausstoß des Umweltgiftes Stickstoffdioxid (NO2) im Jahresdurchschnitt zurückgegangen, teilte die Grünen-Politikerin am Donnerstag (09. Januar 2020) mit.

Grenzwerte in sechs Straßen unter Grenzwert gesunken

An sechs Straßen wurde der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter im Jahresdurchschnitt demnach im Gegensatz zu den Vorjahren eingehalten. Es handelt sich um Hardenbergplatz, Schildhornstraße, Silbersteinstraße, Mariendorfer Damm, Frankfurter Alle und Karl-Marx-Allee. Für die Leipziger Straße gilt das nicht. Zwar ging auch hier die NO2-Belastung zurück, liegt aber mit 48 Mikrogramm je Kubikmeter über dem Grenzwert.

Noch keine Entwarnung

Günther führte die Entwicklung auf Maßnahmen wie Tempo 30, die Nachrüstung der BVG-Dieselbusse mit Filtern und die Anschaffung sauberer E-Busse zurück. Entwarnung könne aber nicht gegeben werden. «Gerade in viel befahrenen und eng bebauten Hauptverkehrsstraßen wird der NO2-Grenzwert noch häufig überschritten», sagte sie. Zur Erläuterung: Dies kann tage- oder wochenweise der Fall sein, auch wenn die fragliche Straße im Jahresdurchschnitt den Grenzwert unterschreitet.
Nach wie vor sind Günther zufolge viele Fahrzeuge mit zu hohen Schadstoffemissionen unterwegs. Daher müssten weitere Maßnahmen wie mehr Parkraumbewirtschaftung umgesetzt werden. Die Diesel-Fahrverbote für einzelne Straßenabschnitte seien «unumgänglich».

NO2-Werte in Berlin seit Jahren zu hoch

Seit Jahren überschreitet Berlin die NO2-Grenzwerte wie Dutzende andere deutsche Städte auch. 2018 betrug der Jahresmittelwert, der sich aus einem ganzen Netz von Messstellen speist, 46 Mikrogramm je Kubikmeter; 2017 waren es 51, im Jahr davor 52 Mikrogramm.
Für 2019 wurde ein solcher Jahresmittelwert noch nicht mitgeteilt; dies soll laut Umweltverwaltung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Allerdings sei Berlin bereits zu Maßnahmen verpflichtet, sobald an einer Station ein Grenzwert überschritten sei. Stickoxide, die aus Dieselautos stammen, können Menschen krank machen.

Feinstaub-Emissionen innerhalb der Grenzwerte

Das gilt auch für Feinstaub. Hier konnten die Grenzwerte 2019 im vierten Jahr in Folge eingehalten werden, wie Günther ergänzend mitteilte. Etwa ein Viertel der Feinstaub-Emissionen geht auf den Verkehr zurück.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. Januar 2020