Geisel: «Mit Augenmaß» gegen Extinction Rebellion vorgehen

Geisel: «Mit Augenmaß» gegen Extinction Rebellion vorgehen

Berlins Innensenator Andreas Geisel hat ein Vorgehen «mit Augenmaß» gegen die Umweltschützer von Extinction Rebellion angekündigt. Man werde sich die Versammlungen anschauen und einige auch eine Weile gewähren lassen, sagte der SPD-Politiker am Montag dem Inforadio des RBB.

Extinction Rebellion im Tiergarten (2)

© dpa

07.10.2019, Berlin: Aktivisten der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion (Aufstand gegen das Aussterben) blockieren die Zufahrten am Großen Stern an der Siegessäule.

«Es ist ja so, dass wir Blockaden, Veranstaltungen durchaus als spontane Demonstrationen werten können, die ja nach Demonstrationsrecht zulässig sind», sagte Geisel weiter. Man sei aber auch bereit, energischer vorzugehen, wenn etwa Gewalt angewendet werde oder kritische Infrastrukturen wie der Flughafen betroffen seien.
Die Aktivistengruppe Extinction Rebellion hat am frühen Montagmorgen in Berlin ihre Protestaktion für mehr Klimaschutz gestartet. Anhänger liefen vom Regierungsviertel zur Siegessäule im Ortsteil Tiergarten. Anschließend besetzten die Aktivisten kurz vor Beginn des Berufsverkehrs den Großen Stern - einen Verkehrsknotenpunkt in der Hauptstadt. Laut Polizei versammelten sich im Laufe des Vormittags rund 1000 Menschen vor Ort. Von Zwischenfällen war zunächst nichts bekannt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 7. Oktober 2019