Berliner Stadtwerke stellen "Klimarendite" vor

Berliner Stadtwerke stellen "Klimarendite" vor

Die Berliner Stadtwerke haben bei Großbeeren eine Windenergieanlage errichtet und bieten Anlegern nun die Möglichkeit, in das Projekt zu investieren.

Windkraftanlage Großbeeren

© Berliner Stadtwerke/Reiner Freese

Windrad der Berliner Stadtwerke bei Großbeeren

Der regionale Energieversorger Berliner Stadtwerke hat seine erste "Klimarendite" vorgestellt. Die klimafreundliche Geldanlage investiert in eine Windkraftanlage bei Großbeeren südöstlich von Berlin, die Ökostrom für etwa 3800 Haushalte erzeugt.

Klimarendite als Beitrag zur Energiewende

"Mit der Klimarendite der Stadtwerke gibt es nun die Möglichkeit, aktiv die Energiewende zu gestalten", erklärte Ramona Pop, Berlins Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe auf einer Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des Investitionsprojekts am Mittwoch (27. Juni 2018). Die Bürgerinnen und Bürger könnten sehen, was ihre Mittel bewirken und zur nachhaltigen Energieversorgung für Berlin beitragen, so Pop weiter.

Investitionsprojekt Windenergieanlage Großbeeren

Die Klimarendite der Berliner Stadtwerke ist ein sogenanntes Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt. Das Geld wird zur Ablösung einer Vorfinanzierung durch die Stadtwerke zum Bau und Betrieb des 200 Meter hohen Windrades verwendet. Anleger können sich mit Beträgen zwischen 500 und 5000 Euro beteiligen, Laufzeitende ist Ende April 2023.

Über die Berliner Stadtwerke

Die Berliner Stadtwerke sind ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Berliner Wasserbetriebe. Gegründet wurden die Stadtwerke im Auftrag des Landesparlaments an den Berliner Senat mit dem Ziel, ausschließlich erneuerbare Energien zu erzeugen und am Berliner Markt zu vertreiben. Mit den Stadtwerken hat das Land nach dem Verkauf der Bewag an die Vattenfall GmbH damit wieder einen eigenen Energieversorger.

Regional und nachhaltig erzeugte Energie

Der Strom wird über Photovoltaik, Windkraftanlagen und Blockheizkraftwerke in den Bezirken und im nahen Umland produziert. Berlinerinnen und Berliner haben so die Möglichkeit, regional erzeugten Ökostrom von einem kommunalen Unternehmen zu beziehen. Dabei stehen zwei Tarife zur Auswahl. Der Strompreis liegt unter dem Basistarif des Berliner Grundversorgers.

Berlin will bis 2050 klimaneutral werden

Die Gründung der Berliner Stadtwerke ist Teil des Plans der Landesregierung, Berlin bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln. Zu diesem Zweck hatte der Senat im Jahr 2014 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die der Frage nachging, wie sich die CO2-Emissionen der Hauptstadt in den nächsten Jahrzehnten signifikant reduzieren lassen. Mit diesem Klimaneutralitätsziel reagiert das Land Berlin auf die Gefahren des Klimawandels.
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Aktualisierung: 5. Juli 2018