Nachhaltige Geldanlage: Gutes Gewissen mit Risiko

Nachhaltige Geldanlage: Gutes Gewissen mit Risiko

Geld verdienen und dabei den Umweltschutz unterstützen: Das macht nachhaltige Geldanlagen für Verbraucher attraktiv. Sparer sollten aber nicht bei jedem Angebot blind zugreifen.

Windräder im Abendlicht

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Bislang gibt es keine gültigen Standards bei nachhaltigen Geldanlagen.

Nachhaltige Geldanlagen sind gefragt, jedoch oft auch mit Risiken verbunden. Denn kaum ein Geldinstitut beschäftigt spezialisierte Beratungskräfte für nachhaltige Geldanlagen. Das erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf in einem Ergebnisbericht.

Nachhaltige Fonds verteilen das Risiko

Gut geeignet sind nach Ansicht der Verbraucherschützer nachhaltige Investmentfonds. Der Grund: Diese Produkte reduzierten das Risiko, weil sie das Geld über eine Vielzahl von Firmen oder Staaten streuten. Nachhaltige Fonds werden sehr häufig von Banken und Sparkassen angeboten.

Kriterien der Fondsgesellschaften sind unterschiedlich

Das Problem: Bislang gibt es keine gültigen Standards, so dass die Nachhaltigkeitskriterien der Fondsgesellschaften sehr unterschiedlich sind. Einige schließen klimaschädliche oder ethisch umstrittene Branchen aus. Andere akzeptieren zumindest Unternehmen, die in kritischen Branchen in Sachen Sozial- und Umweltstandards eine Vorreiterrolle einnehmen.

Nachhaltigkeitsindizes bieten Orientierung

Nachhaltigkeitsindizes bieten Orientierung bei der Suche nach ökologischen oder ethischen Geldanlagen. Sie umfassen - je nach Schwerpunkt - nachhaltige Aktien weltweit, in Europa oder anderen Regionen. Das erklärt die Aktion «Finanzwissen für alle» der Fondsgesellschaften. Aus Deutschland stammt der «Natur-Aktien-Index» (NAI), der Aktien von 30 internationalen Unternehmen umfasst. Auf den Homepages der Anbieter lassen sich die jeweiligen Auswahlkriterien und Überprüfungsmechanismen solcher Indizes nachlesen.

Anbieter informieren über Branchen, Länder, Regionen

Investieren können Anleger in einzelne Titel oder in einen Investmentfonds auf einen solchen Index. Hilfe bieten den Sparern dabei die Datenblätter, die zum Beispiel auf der Homepage des Anbieters verfügbar sind. In ihnen erfahren Anleger, in welche Aktien oder Anleihen ein Fonds das Geld investiert- und in welchen Branchen, Ländern oder Regionen.

Sparkassen und Volksbanken bieten Sparanlagen

Regionale Volksbanken und Sparkassen bieten außerdem oft klimafreundliche Sparanlagen an. Das Geld dient nach Angaben der Verbraucherzentrale etwa dazu, eine Photovoltaik-Anlage auf öffentlichen Dächern zu finanzieren. Anleger sollten hier aber darauf achten, dass ihre Einlagen durch die Institutionssicherung in voller Höhe geschützt sind.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 29. Juni 2018