Haushaltsgeräte: So senkt man ihren Stromverbrauch

Haushaltsgeräte: So senkt man ihren Stromverbrauch

Im Haushalt wird viel Energie durch falsche Nutzung der Geräte verschwendet. Es geht auch anders.

Waschmaschine

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Nicht alle Waschprogramme brauchen gleich viel Strom.

Mit dem Kauf einer neuen Waschmaschine oder eines neuen Trockners lässt sich im Haushalt langfristig Strom sparen. Denn neue Geräte verbrauchen oft viel weniger Energie. Bei einem Kühlschrank der Klasse A+++ sind es beispielsweise rund 70 Prozent weniger als bei einem 15 Jahre alten Gerät. Doch es geht auch ohne Neuanschaffung. Mit einfachen Mitteln lässt sich ebenfalls Energie sparen, wie die von verschiedenen Branchenverbänden getragene «Initiative Hausgeräte+» in Berlin erläutert. Hier einige Beispiele:

Waschmaschine: Kalt waschen spart Energie

Normal verschmutzte Wäsche wird schon bei 40 statt 60 Grad sauber. Bei leicht verschmutzter Wäsche reichen oft schon 20 Grad, um die Wäsche schonend zu reinigen. Strom spart auch, wer die Füllmenge der Maschine ausnutzt, Flecken vorbehandelt und das richtige Waschmittel wählt. Auch Kalk kann den Stromverbrauch erhöhen. Bei sehr kalkhaltigem Wasser ist es also sinnvoll. die Maschine ab und an zu entkalken.

Wäschetrockner: Sieb regelmäßig reinigen

Ein Wärmepumpentrockner ist teurer als ein handelsüblicher Kondenstrockner - er spart aber bei jedem Trockengang rund 50 Prozent Energie. Auch hier ist es besser, den Trockner möglichst nur anzuschalten, wenn er voll beladen ist. Ein paar T-Shirts sind auf der Wäscheleine oder auf einem Bügel besser aufgehoben. Ist das Flusensieb voll, braucht der Trockner mehr Energie, um der Wäsche Feuchtigkeit zu entziehen. Daher ist es sinnvoll, das Sieb nach jedem Trockenvorgang zu leeren. Und übrigens: Wer die Wäsche bei hoher Drehzahl in der Waschmaschine schleudert, steckt sie schon halb getrocknet in den Trockner. Auch das spart Energie.

Kühlgeräte: Den richtigen Standort wählen

Je kühler der Kühlschrank-Standort, desto geringer der Stromverbrauch. Kühlgeräte sollten deshalb niemals neben einer direkten Wärmequelle stehen. Kühlschränke verbrauchen auch unnötig Strom, wenn die Temperatur falsch eingestellt ist. Mehr-Zonen-Kühlgeräte mit sogenannten Kaltlagerfächern bieten optimale Lagerbedingungen für unterschiedliche Lebensmittelarten. Pluspunkte sammelt, wer Speisen erst abkühlen lässt, eher er sie in den Kühlschrank stellt und den Tiefkühler regelmäßig abtaut.

Spülmaschine: Voll beladen, Ökoprogramm nutzen

Moderne Spülmaschinen sind beim Einsatz von Wasser, Strom und Reinigungsmitteln so sparsam, dass sie deutlich weniger verbrauchen als beim Spülen derselben Menge Geschirr von Hand. Strom sparen lässt sich aber auch an anderer Stelle. Ökoprogramme verbrauchen oft etwas weniger davon - vor allem, wenn man wartet, bis die Spülmaschine voll ist. Dann muss man sie seltener anstellen.

Backofen: Vorheizen ist oft unnötig

Auf das Vorheizen des Backofens sollte verzichtet werden. Bei allen Heißluft- oder Umluftarten sorgt die bewegte Luft für ein schnelleres Aufheizen, Vorheizen ist deshalb gar nicht erforderlich. Automatikprogramme bei Backöfen arbeiten mit voreingestellten Heizarten, Temperaturen und Zeiten und verbrauchen nur so viel Energie, wie für einen optimalen Garprozess nötig ist.

Kochen: Besser mit Gas als mit Strom

Der Topfdeckel sollte gut abschließen, damit wenig Dampf und somit Energie entweichen kann. Bei kurzen Garzeiten lässt sich somit rund die Hälfte an Energie sparen. Die Garzeit verkürzen lässt sich auch mit einem Schnellkochtopf. Wer kann, kocht mit Gas. Kochen mit Gas ist deutlich energieeffizienter und kostet auch noch weniger.
Heizkosten sparen
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Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: 29. Juni 2018