Paypal-Käuferschutz: Mehr Sicherheit beim Online-Shopping?

Paypal-Käuferschutz: Mehr Sicherheit beim Online-Shopping?

Der Paypal-Käuferschutz soll sicherstellen, dass Kunden nur für die Ware zahlen, die auch unbeschadet bei ihnen angekommen ist. Wir erklären, was genau hinter der Funktion steckt.

PayPal-Logo auf einem iPhone

© dpa

Via Paypal-Käuferschutz können Kunden noch bis zu 180 Tagen nach dem eigentlichen Kauf Konflikte mit dem Verkäufer melden.

Pizzalieferant, T-Shirt-Shop, Deutsche Bahn: Viele Unternehmen akzeptieren Paypal als Zahlungsmethode. Mit dem Service bezahlen Nutzer einfach über das Internet per Login und Passwort.

Was tun, wenn Ware nicht ankommt?

Doch was, wenn die bestellte Ware gar nicht oder nur beschädigt ankommt? Dann greift in vielen Fällen der Käuferschutz. Aber nicht immer: "Es gibt zum Beispiel Ausnahmen für Autos, Grundstücke oder Geschenkkarten", sagt Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Nach den Richtlinien des Unternehmens können Käufer bis zu 180 Tage nach dem Kauf einen Konflikt bei Paypal melden. Das geht nach dem Login unter dem Menüpunkt Aktivitäten. Dort wählt man Bestellung und dann Käuferschutz aus.

Fakten kurz und knapp erklären

Jetzt können Nutzer das Problem beschreiben, das über Paypal mit dem Verkäufer gelöst werden soll. "Man sollte die Fakten möglichst kurz und knapp darlegen", sagt Gollner. "Und man sollte auch darlegen, ob man außerhalb von Paypal versucht hat, mit dem Verkäufer Kontakt aufzunehmen und den Konflikt zu lösen."

Individuelle Entscheidung pro Fall

Gibt es nach 20 Tagen keine Einigung, kann man den Konflikt eskalieren lassen. Dann entscheidet Paypal über den Fall und spricht einer der beiden Seiten das Geld zu. Das bedeutet aber auch: Der Käufer muss nicht immer Recht bekommen. Bei der Verbraucherzentrale gebe es dazu zwar nicht viele Daten. "Wir gehen aber davon aus, dass eindeutige Fälle durchaus zur Zufriedenheit der Verbraucher gelöst werden können", sagt Gollner.

Paypal-Käuferschutz: Fristen einhalten

Unbedingt sollten Nutzer die Fristen beachten - auch bei Nachfragen. "Paypal wird den Antrag ablehnen, falls eine Beantwortung innerhalb der genannten Frist nicht erfolgt", heißt es in den Richtlinien. Sollte die Bestellung doch ankommen, während der Käuferschutz aktiviert wurde, kann man den Konflikt auch als gelöst markieren.
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Expertenrat: Wenn möglich, Ware per Rechnung bestellen

Prinzipiell empfiehlt Gollner die Bestellung per Rechnung, falls das möglich ist. "Das heißt, dass ich nicht Vorkasse leiste, sondern erst dann bezahle, wenn ich die Ware auch wirklich erhalten habe." Einen Käuferschutz gebe es auch bei anderen Bezahldiensten, wie Sofort Überweisung, Paydirekt, Barzahlen oder Klarna.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. Januar 2018 16:46 Uhr

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