Telefonica sammelt Bewegungsdaten seiner Nutzer

Telefonica sammelt Bewegungsdaten seiner Nutzer

Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, sammelt der Telefonanbieter Telefonica Bewegungsdaten seiner Nutzer - und will sie an Behörden weiterleiten. Doch Kunden können dem widersprechen.

Telefonica-Stick

© dpa

Wie andere Telefonanbieter erstellt auch Telefonica Bewegungsprofile seiner Kunden - die können dem aber auch widersprechen.

Mobilfunkkunden im Netz von Telefonica können auf Wunsch von der Analyse ihrer Bewegungsdaten ausgenommen werden. Das teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mit.

Bewegungsdaten getrennt von persönlichen Daten?

Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, will Telefonica die gewonnenen Erkenntnisse über Bewegungsströme zum Beispiel an Behörden oder Einzelhändler verkaufen. Das Unternehmen bestätigte den Bericht in Teilen, stellte aber klar, dass keine Bewegungsdaten an Dritte verkauft würden. Die Analyseergebnisse seien außerdem umfangreich anonymisiert. Die Standortdaten würden getrennt von den Bestandsdaten der Kunden gespeichert.

Telefonica-Kunden können Datenanalyse widersprechen

Telefonica hat eine Webseite (https://www.telefonica.de/dap/selbst-entscheiden.html) eingerichtet, auf der Kunden unter Angabe ihrer Mobilfunknummer erfahren können, ob ihr Telefon Teil der Datenanalyse ist. Wer nicht teilnehmen möchte, kann dies per Mausklick kundtun.

Insgesamt Bewegungsdaten von 43,4 Millionen Nutzern

Laut Telefonica werden für die Datenanalyse die Bewegungsdaten aller 43,4 Millionen Netzteilnehmer gesammelt und ausgewertet. Dazu gehören neben O2 und den von E-Plus übernommenen Kunden auch Kunden anderer Anbieter, die im Netz von Telefonica aktiv sind. Auch sie können sich über die Webseite abmelden.
iPhone 6 Plus
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. Januar 2018 16:40 Uhr

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