Pilze: So fotografiert man sie richtig

Pilze: So fotografiert man sie richtig

Es ist Pilz-Saison. Wenn man die kleinen Freunde des Waldes fotografieren will, muss man ein paar Dinge beachten.

Steinpilze

© dpa

Pilze sind hervorragende Fotomodelle. Während sich nur rund 10 Prozent der rund 5000 einheimischen Arten für den Kochtopf eignen, lassen sich alle fotografieren - am besten mit einer Spiegelreflexkamera, rät der Photoindustrie-Verband in Frankfurt.

Dann lässt sich das Objektiv wechseln, und die Pilze kommen formatfüllend aufs Bild. Von Vorteil ist eine Kamera mit Spiegelvorauslösung. Denn auf dem weichen Moos kann der Spiegelschlag auch bei Einsatz eines stabilen Stativs zu Unschärfe führen.
Für das Fotografieren von Pilzen gut geeignet sind dem Verband zufolge auch digitale Zoomkompaktkameras, die sich manuell einstellen lassen und einen Selbstauslöser haben. Der Bildaufbau lässt sich über das Display kontrollieren. Den Weißabgleich stellt der Fotograf am besten auf das Symbol «wolkiges Wetter» ein. Denn Waldboden mit Moos oder braunen Blättern und Nadeln würde zu Farbdominanten führen. Auf den integrierten Blitz kann dann verzichtet werden, wenn eine weiche Ausleuchtung gewünscht ist. Wird mit Blitz gearbeitet, kann es leicht zu Überstrahlung an den hellen Pilzteilen kommen.
Wichtig ist es, auf die Entfernungseinstellung zwischen Objekt und Frontlinse zu achten, die je nach Kameramodell variiert. In einigen Fällen ist es notwendig, mit einer Nahlinse zu arbeiten - das hängt vom Pilz ab. Entscheidend ist auch die Brennweite: Eine lange erleichtert das Ablichten der Pilze. Schließlich müssen diese aus sehr flachem Winkel aufgenommen werden, wenn der Fotograf alle Details am Stiel und Hutrand gut sichtbar machen will.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 12. Oktober 2009 14:06 Uhr

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