Stativ ermöglicht wackelfreie Bilder

Stativ ermöglicht wackelfreie Bilder

Moderne Digitalkameras machen es Hobby-Fotografen in vielerlei Hinsicht leichter. So helfen zum Beispiel integrierte Bildstabilisatoren, lästige Verwacklungen beim Auslösen auszugleichen.

Stativ

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Es muss ja nicht gleich ein Dutzend sein - aber zumindest ein gutes Stativ sollten ehrgeizige Hobby-Fotografen schon besitzen. (Bild: dpa/tmn)

Doch in kniffligen Aufnahmesituationen - zum Beispiel bei Dunkelheit, Dämmerung oder Langzeitbelichtungen - nützt dem Fotografen auch das nicht viel. Dann muss ein vernünftiges Fotostativ her, um die Kamera wackelfest zu montieren.
Mindestens ein gutes Stativ gehöre zur Standardausrüstung eines Hobby-Fotografen, sagt Constanze Claus vom Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Profis besäßen sogar mehrere. «Es gibt viele Fotosituationen, in denen ein Stativ unverzichtbar ist», so die Sprecherin. Nicht nur Nacht- und Dämmerungsaufnahmen, sondern auch Porträt- und Panoramafotos gelingen damit besser.
Beim Kauf eines Stativs kommt es zunächst darauf an, für welchen Kameratyp es verwendet werden soll - eine kompakte Digitalkamera oder ein digitales Spiegelreflex-Modell (SLR). Da letztere größer und deutlich schwerer sind, sollte auch das Stativ solider sein. «Kameragewicht und Stativ müssen harmonieren», erläutert Claus. Sonst kann es passieren, dass schon ein Windstoß die Konstruktion umweht. Doch selbst wenn das Stativ Böen standhält, drohen Unschärfen, weil ein zu leichtes Stativ aufgrund des hohen Kameragewichts in Schwingungen gerät. Als Faustformel gilt laut Claus: Ein Stativ sollte ein drei- bis viermal so hohes Gewicht vertragen, wie die Kameraausrüstung schwer ist.
Für leichte Kompaktkameras ist dagegen bereits ein Mini-Stativ «eine gute Lösung», sagt Ron Vollrath, Dozent für Fotografie an der Volkshochschule (VHS) Hamburg. Er empfiehlt für Kompaktkameras flexible Stative, die leicht einzustecken sind und sich unterwegs etwa für Selbstauslöser-Aufnahmen irgendwo befestigen lassen. Um eine gute Kombination zu finden, sollte man die Ausrüstung mit in den Laden nehmen und sie probeweise auf verschiedene Stative montieren.
Bei der Suche nach einem Stativ für digitale SLRs ist auch die Frage «Einbein- oder Dreibein-Stativ?» zu beantworten. Ein Einbein-Stativ eignet sich laut Vollrath für Fotografen, die oft unterwegs sind, zum Beispiel in der Natur für Tieraufnahmen. Es nimmt weniger Platz weg als ein Dreibein, eignet sich für «Mitzieher» und ist schnell zur Hand. «Man kann auf jeden Fall Verwackelungen damit vermeiden, aber es ist nicht mit einem Dreibein vergleichbar.»
Denn auf einem guten Dreibein-Stativ steht die Kamera wirklich wackelfest. Außerdem lassen sich in der Regel die Beine abspreizen, etwa für bodennahe Makro-Aufnahmen, und in unebenem Gelände kann die Kamera optimal ausgerichtet werden, indem man die Beine unterschiedlich weit ausfährt. Wichtig ist die Größe: Ein Dreibein sollte sich mindestens auf Körpergröße ausziehen lassen, um bequemes Arbeiten mit der Kamera zu gewährleisten, so Vollrath.
Wichtig ist dann noch der Stativkopf, der häufig zusätzlich angeschafft werden muss. Hier kommen je nach Einsatzzweck Kugelköpfe oder Drei-Wege-Neiger in Betracht. Ron Vollrath empfiehlt einen schlichten Kugelkopf, der sich relativ schnell in alle Richtungen neigen lässt. Beim Drei-Wege-Neiger erfolgt die Verstellung separat für die einzelnen Achsen mit Hilfe von Einstellrädchen. Zum Thema Anschaffungskosten: Der Preis sollte nicht das ausschlaggebende Kriterium sein, sagt Claus: «Ein Stativ ist eine Anschaffung fürs Leben - und Qualität hat eben ihren Preis.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 24. August 2009 15:09 Uhr

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