Auflösung: Wieviel Pixel braucht man wirklich?

Auflösung: Wieviel Pixel braucht man wirklich?

Fast jede heute verkaufte Kamera liefert Bilder mit mindestens zehn Millionen Pixeln - weit mehr als im Alltag nötig. Doch lohnt es sich, in voller Auflösung zu fotografieren - zumal hochauflösende Bilder viel Platz einnehmen und so schnell die Festplatte füllen.

Mann fotografiert mit Digitalkamera

© dpa

(Bild: dpa)

Auflösung nur ein Kriterium

Die Auflösung eines Fotos ist neben Belichtung, ISO-Wert oder Bildrauschen nur eines von vielen wichtigen Qualitätskriterien, erklärt der Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Bei kompakt gebauten Sensoren ist eine sehr hohe Auflösung mit vielen Pixeln gerade bei hohen ISO-Werten anfälliger für Bildrauschen. Weil die sogenannte Signalverarbeitung von Kamera zu Kamera unterschiedlich ist, sind pauschale Aussagen darüber schwierig, was bei einer Reduzierung der Auflösung mit der Bildqualität passiert.

10 Megapixel genügen

Die Unterschiede sind zwar nicht weltbewegend, aber es kann sich lohnen, mit den Einstellungen der Kamera zu experimentieren. Sollten gerade bei hohen ISO-Werten Bilder mit «nur» zehn Megapixeln ansprechender wirken als solche mit der vollen Auflösung, empfiehlt es sich, die niedrigere Auflösung zu wählen.

Entscheidend ist der Verwendungszweck

Die Gretchenfrage bei der Auflösung ist, wofür man die Bilder verwenden will. Nur die wenigsten Urlaubsfotos hängen später als großes Poster an der Wand. Die allermeisten Fotos werden niemals größer als in handlichen Formaten ausbelichtet oder gedruckt. Für Bilder im Format 10 mal 15 Zenitmetern reichen zwei Megapixel im Prinzip schon aus. Fotos fürs Internet können sogar noch viel kleiner sein.
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Große Auflösung = Große Bilder

Höher aufgelöst sollte man fotografieren, um sich alle Möglichkeiten offenzuhalten. Bei geringer Auflösung ist das Ende der Fahnenstange schnell erreicht, wenn größere Abzüge oder Ausdrucke gefertigt werden sollen. Gleiches gilt, wenn auf einer großen Übersichtsaufnahme ein Detail besonders interessant ist: Hat das gesamte Bild eine zu geringe Auflösung für eine nachträgliche Ausschnittsvergrößerung, ärgert man sich später vielleicht.

Speicherplatz sparen

Einen Grund, die Auflösung zu reduzieren, kann mangelnder Speicherplatz sein. Läuft zum Beispiel unterwegs die Speicherkarte in der Kamera voll, bleibt nur, mit weniger Pixeln zu fotografieren oder bereits vorhandene Bilder zu löschen. Es sei denn, man hat weitere leere Karten, ein Notebook oder ein mobiler Datenspeicher mit Kartenleser zur Hand.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 3. Januar 2011 00:17 Uhr

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