Gebäude fotografieren: So ist die Rechtslage

Gebäude fotografieren: So ist die Rechtslage

Erlaubt oder verboten? Diese Frage müssen sich Fotografen oft stellen, wenn sie beim Fotografieren von Schlössern, Kirchen oder Museen keine rechtlichen Schwierigkeiten bekommen wollen.

  • Potsdam: Schloss Sanssouci im Winter© picture alliance / dpa
    Schneetreiben in Potsdam am Schloss Sanssouci.
  • Schloss von Spremberg© dpa
    Eierschalenfarbene Attraktion: Im Schloss von Spremberg ist heute das Niederlausitzer Heidemuseum untergebracht. (Bild: Brzoska/dpa/tmn)
  • Schloss Charlottenburg© dpa
    Verschneiter Ehrenhof des Schlosses Charlottenburg mit dem Reiterstandbild des Großen Kurfürsten in Berlin.
  • Pelikane vor dem Schloss des Tierparks Friedrichsfelde© dpa
    Blaszkiewitz und Diepgen fordern den Erhalt der zwei Zoos in Berlin.
  • Schnee in Berlin© picture alliance/dpa
    Mit Schnee bedeckt und mit einem großen Weihnachtsbaum vor der Tür erstrahlt das Schloss Bellevue.
  • Schloss Friedrichsfelde© Freunde Hauptstadtzoo
    Außenansicht des Schlosses Friedrichsfelde
  • Schloss Friedrichsfelde© dpa
    Der Saal des Schlosses Friedrichsfelde im Tierpark.
  • Schloss Friedrichsfelde© dpa
    Die Haupttreppe im Schloss Friedrichsfelde im Tierpark.
  • Schloss Friedrichsfelde© dpa
    Das sanierte Schloss ist ab dem 28. August wieder für Besucher geöffnet.
  • TMB 09© Havelländische Musikfestspiele
    Schloss Nennhausen
  • Alexander-Newski-Kathedrale© dpa
    Die Alexander-Newski-Kathedrale in Tallinn wurde im Jahr 1900 fertiggestellt - ihre rot-weiße Fassade und ihre Zwiebeltürme sind typisch für russisch-orthodoxe Kirchen. (Bild: Tallinn City Tourist Office/Ain Avik)
  • Wismar: Kirche St. Georgen© dpa
    Sas Kirchenschiff der wieder aufgebauten St. Georgenkirche von Wismar.
  • Wismar: Kirche St. Georgen© dpa
    Die wieder aufgebaute Kirche St. Georgen in Wismar, aufgenommen am 05.05.2010. Der Backsteinbau war nach Bombentreffern im Zweiten Weltkrieg und jahrzehntelanger Vernachlässigung in der DDR zur Ruine verfallen. Im Mai 2010 feierte die Stadt gemeinsam mit
  • Stralsund: Kirche St. Marien© dpa
    Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert im Gewölbe der St Marienkirche in Stralsund im November 2010. Die ersten Vorhaben, die aus dem 2009 aufgelegten Investitionsprogramm für Unesco-Welterbestätten finanziert wurden, sind abgeschlossen. In St. Nikolai
  • Kathedrale von Santiago de Compostela© dpa
    Die vielbesuchte - Hunderttausende von Pilgern reisen jedes Jahr zum Grab des Jakobus in der Kathedrale von Santiago de Compostela. (Bild: Turespana Berlin/dpa/tmn)
  • «La Mezquita» in Cordoba© dpa
    Die maurische - in keiner anderen Kathedrale in Spanien ist die muslimische Vergangenheit so gut sichtbar wie in «La Mezquita» in Cordoba. (Bild: Turespana Berlin/dpa/tmn)
  • Kathedrale in Burgos© dpa
    Die erste - keine gotische Kathedrale in Spanien ist älter als die in Burgos. (Bild: Turespana Berlin/dpa/tmn)
  • Willet-Holthuysen-Museum© dpa
    Im Willet-Holthuysen-Museum sehen Besucher, wie prunkvoll sich die reichen Bürger im 17. bis 19. Jahrhundert ihre Häuser einrichteten. (Bild: amsterdamimage/dpa/tmn)

Regeln werden schärfer

Lange Zeit genossen Fotografen quasi völlige Freiheit, wenn sie zum Beispiel Bauwerke oder Parks ablichteten. Doch seit einigen Jahren setzt sich vermehrt die Praxis durch, dass viele Gebäude und Einrichtungen nicht ohne Erlaubnis fotografiert und die Bilder schon gar nicht verwertet werden dürfen. Darauf weist der Photoindustrie-Verband in Frankfurt hin. Könne man diese Verbote bei Privatbesitz noch nachvollziehen, sei diese Praxis bei öffentlichen Einrichtungen schwer zu verstehen.

Panoramafreiheit

Wer heute mit seiner Kamera unterwegs ist, sollte deshalb nicht nur sein Motiv im Auge haben, sondern auch die Bildrechte, die er eventuell mit einer Aufnahme verletzt. Für Gebäude, Parks oder Tiergärten gilt das Hausrecht. Dieses erlaubt der Institution oder dem Besitzer, das Fotografieren zu verbieten. Das Verbot greift aber nicht, wenn das Gebäude oder der Park von öffentlichen Straßen aus fotografiert wird. Hier gilt die sogenannte Panoramafreiheit.

Temporäre Kunst

Aber auch diese Freiheit ist eingeschränkt - etwa wenn Kunst fotografiert wird, die nicht auf Dauer installiert ist, wie es zum Beispiel der von Christo verhüllte Reichstag in Berlin war. Dauerhaft an öffentlichen Straßen und Plätzen befindliche Werke dürfen dagegen ohne Genehmigung auch für gewerbliche Zwecke fotografiert werden.

Innenaufnahmen meist nicht ohne Erlaubnis

Im Innern von Museen, Schlössern und Kirchen darf selten ohne Genehmigung fotografiert werden. Oft gibt es auch ein generelles Fotografier- oder Blitzverbot. Letzteres soll meist empfindliche und wertvolle Kunstgegenstände schützen. Ein Fotografierverbot besteht auch an vielen Bahnhöfen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln wie U-Bahnen. Die Betreiber begründen das Verbot häufig damit, dass es sich um Sicherheitsbereiche handle.

Privataufnahmen unbedenklich

Wer aber für sein privates Album fotografiert, der wird - außer bei einem generellen Verbot - keine Probleme bekommen, wenn er seine Erinnerungsfotos auch im Schlosspark oder im Museum schießt. Aber schon beim Einstellen einer solchen Aufnahme ins Internet oder bei einer Veröffentlichung im Rahmen eines Fotowettbewerbs kann es theoretisch zu Schwierigkeiten kommen. Wer seine Bilder in irgendeiner Form kommerziell verwerten will, sei es im Internet, in einem Kalender, einem Buch oder in einer anderen Publikation, dem ist dringend anzuraten, sich mit einer Genehmigung abzusichern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. Dezember 2010 13:17 Uhr

Weitere Meldungen