Winterbilder: Eis und Kälte optimal festhalten

Winterbilder haben ihren besonderen Reiz: Die hellen Farben machen die Fotos interessant, genauso wie die dargestellte Kälte. Wie lässt sich der Winter ins rechte Bild rücken und ein Kälteschaden der Kamera vermeiden?
Die Kamera im Winter besonders pflegen
Wer auch im Winter schöne Fotos machen möchte, sollte gegen die Temperaturen gewappnet sein. Zum Beispiel mit Ersatzakkus. Foto: Tim Brakemeier © dpa

Eiszapfen an der Dachrinne oder Eisblumen an Fensterscheiben. Der Winter ist voller guter Fotomotive. Bei sibirischen Temperaturen ist aber auch der Akku schneller leer und die Kamera kann bei falscher Bedienung Schaden nehmen.

Vor dem Rausgehen Kamera abkühlen lassen

Wer bei großer Kälte fotografieren will, muss der Kamera vorher ein wenig Zeit zum Abkühlen geben. Wird die Kamera aus der warmen Wohnung draußen sofort zum Einsatz gebracht, können Schneeflocken darauf erst schmelzen und dann festfrieren. Darauf weist der Photoindustrie-Verband hin. Die dabei entstehende Eiskruste lässt sich oft nur schwer wieder entfernen.

Wenn die Linse doch vereist

Selbst bei einer abgekühlten Kamera kann bei Minusgraden aber trotzdem die Linse vereisen. In solchen Fällen hilft es den Angaben nach, die Eisschicht kurz anzuhauchen und dann mit einem speziellen Reinigungstuch für Objektive zu entfernen. Hobbyfotografen sollten im Winter außerdem immer einen Ersatzakku oder zusätzliche Batterien im Gepäck haben: Bei großer Kälte geben die Energiespender schneller den Geist auf.

Fotografieren mit Spiegelreflex

Tipp: Fototouren

Die Rundgänge mit Workshop-Charakter werden von Guides begleitet, die bei Fragen zur Technik, Bildgestaltung und vielem mehr weiterhelfen. mehr »

Temperatursprünge vermeiden

Temperatursprünge können problematisch werden, wenn man mit einer ausgekühlten Kamera ins Warme kommt. Das Objektiv bleibt dann längere Zeit beschlagen. Um schneller wieder richtig fotografieren zu können, helfe es, die Kamera am Körper aufzuwärmen. Wem das zu lange dauert, der steckt den Apparat - noch bevor er in die Wärme kommt - in einen dichten Beutel mit Kieselgel-Säckchen. Diese nehmen die Feuchtigkeit auf.

Beschlagene Linse Kreativ nutzen

Eine beschlagene Linse können Fotografen aber auch kreativ nutzen: Sie klart unterschiedlich schnell auf, so dass interessante Effekte entstehen können. Wer sich im Winter ans Fotografieren von Eiszapfen heranwagen will, kann mit künstlichem Licht experimentieren. Ein in der Nähe der Zapfen positionierter Blitz, der über Funk ausgelöst wird, bietet viele Möglichkeiten zur Bildgestaltung. Umgekehrt sollten Fotografen auch einmal mit langen Verschlusszeiten herumprobieren und den Automatik-Blitz bewusst ausschalten.

Kälte schadet Batterien

Fotografen sollten Ersatzbatterien am besten in der wärmenden Innentasche der Jacke verstauen, wenn sie schneeschippende Menschen oder dampfenden Glühwein festhalten wollen. Das rät der Photoindustrie-Verband in Frankfurt.

Was tun gegen Spritzwasser?

Bei Schneefall oder Regen können Flocken und Tropfen auf dem Objektiv landen und so unscharfe Winterbilder produzieren. Dagegen hilft zum Beispiel eine sogenannte Gegenlichtblende, die das Wasser fernhält. Gegen heftigen Niederschlag hilft ein Unterwassergehäuse, das eigentlich zum Fotografieren bei Tauchgängen gedacht ist.

Normalsicht - Aufsicht - Untersicht

Welche Wirkung haben unterschiedliche Kameraperspektiven?

Wer spektakuläre Bilder machen möchte, sollte mit der Perspektive spielen. Mit ihr verändert sich immer auch das Motiv. Drei Blickwinkel werden von Profis am häufigsten benutzt. mehr »
Fotografieren im Urlaub

Urlaubsbilder sichern: So gehen keine Bilder verloren

Urlaubsbilder gehören zu den schönsten Erinnerungen. Um so ärgerlicher, wenn die Aufnahmen abhanden kommen. Mit ein paar Maßnahmen kann einem Verlust vorgebeugt werden. mehr »
Quelle: dpa
Aktualisierung: Dienstag, 23. Januar 2018 14:55 Uhr
(Bilder: dpa; Dash - Fotolia.com)