Wasser als schillerndes Fotomotiv

Wasser als schillerndes Fotomotiv

Ein schäumendes Meer, ein ruhiger See im Morgenlicht, ein reißender Wasserfall oder ein tropfender Hahn - Wasser hat viele Facetten, die ein Fotograf festhalten kann.

  • Kalk© dpa
    Es bisschen Kalk lässt sich wegschrubben - ist der Wasserhahn ganz verkalkt, muss der Vermieter ihn auf eigene Kosten austauschen lassen. (Bild: dpa/tmn)
  • Vic Falls in Simbabwe© dpa
    Der größte Wasserfall der Welt: Die Victoria Falls sind 1,6 Kilometer breit und knapp 130 Meter tief. (Bild: Sun International/dpa/tmn)
  • Wakeboarder vor Bergpanorama© MondSeeLand Mondsee-Irrsee/ Creative Commons

Verschlusszeit beachten

Das Geheimnis, Wasser so abzulichten, wie es auch in der Realität wirkt, liegt in der Verschlusszeit. Die Verschlusszeiten bei den meisten Kameras sind zwischen unendlich (Bulb) oder zumindest 30 Sekunden und 1/4000 Sekunde einstellbar. Manchmal ist sogar nur 1/8000 Sekunde möglich, erklärt der Photoindustrie-Verband in Frankfurt.
Im Bereich dieser Extreme liegen die Verschlusszeiten, die für das Fotografieren von Wasser interessant sind. Zusätzlich sollte sich der Fotograf mit Filtern, Stativ und vielleicht auch mit einem Schutz gegen Nässe ausrüsten.

Blende schließen

Lange Belichtungszeiten werden in erster Linie durch das Schließen der Blende (hohe Blendenzahl) erreicht. Wenn es auch bei geschlossener Blende noch zu hell ist, muss man einen Filter einsetzen. Ein normaler Polarisationsfilter «schluckt» bis zu zwei Blenden. Wer noch längere Verschlusszeiten braucht, greift zu einem neutralgrauen Filter (ND). Qualitativ gute Filter verursachen keinen Farbstich. Mit ihnen lassen sich dann zum Beispiel auch am Meer vom Wasserschleier überzogene Steine bei tief stehender Sonne fotografieren.
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© Bundesdruckerei GmbH

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Wasserfälle richtig fotografieren

Bei einem Wasserfall kann die Bewegung des Wassers zum Beispiel mit einer langen Verschlusszeit eingefangen werden. Lang heißt in diesem Fall etwa ab einer halben Sekunde aufwärts. Je länger die Belichtung, umso verwischter wirkt das Wasser. Bei bewegtem Wasser und Gischt muss die Verschlusszeit dagegen möglichst kurz gewählt werden. Dazu wird die Blende weit geöffnet (kleine Blendenzahl) und gegebenenfalls die Empfindlichkeit von Sensor oder Film erhöht.

Ruhiges Wasser: Perspektive wichtig

Ruhiges Wasser wirkt vor allem dann ruhig, wenn der Fotograf eine tiefe Position einnimmt. In Verbindung mit einem Weitwinkelobjektiv vergrößert sich die abgelichtete Fläche optisch noch. Und auch bei stillem Wasser ist ein Polarisationsfilter überaus hilfreich. Zum einen kann mit ihm auf den Grund eines Gewässers fotografiert werden, indem die Spiegelung von der Wasserfläche eliminiert wird. Andererseits kann ein Filter aber auch dazu genutzt werden, um die Spiegelung auf der Wasseroberfläche zu verstärken. So kann das Wasser als Projektionsfläche für Himmel, Berge oder eine Skyline genutzt werden. Um große Helligkeitsunterschiede zwischen Wasser und Himmel auszugleichen, ist ein sogenannter Verlaufsfilter hilfreich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. Mai 2013 17:13 Uhr

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